Grob und Enghuber: zwei neue Gesichter im Landtag

Ingolstadt (intv) Zwei Vertreter aus dem intv Sendegebiet ziehen zum ersten Mal direkt in den Landtag ein. Alfred Grob (CSU) tritt das Erbe von Christine Haderthauer an und Matthias Enghuber (CSU) folgt auf Horst Seehofer. Einen Tag nach der Wahl waren beide bei intv für eine kurze Wahlanalyse.

Die Erleichterung ist groß, der Wahlkampf war anstrengend, berichten Grob und Enghuber. Ohne die Unterstützung hunderter helfender Hände wäre der Erfolg nicht möglich gewesen. Nach einer kurzen Nacht schmeckt der Kaffee am Tag nach der Wahl besonders gut. „Man geht mit einem Gefühl der Zufriedenheit ins Bett und steigt morgens mit dem gleichen schönen Gefühl wieder aus dem Bett“, erzählt Grob.

„Für mich ist die größte Freude des gestrigen Wahlabends, dass wir die Wahlbeteiligung erhöhen konnten“, sagt Enghuber. Das zeige, dass man die Menschen wieder für Politik begeistern könne.

In Ingolstadt lag die Wahlbeteiligung mit 64,9 Prozent deutlich unter dem bayernweiten Schnitt von 72,4 Prozent. Im Stadtbezirk Mitte waren die Grünen besonders stark, im Nordwesten bekam die AfD über 20 Prozent. Den Erfolg der AfD in Vierteln mit hohem Migrationsanteil hat auch Grob beobachtet. „Wir müssen versuchen, an diese Leute noch näher ranzukommen, sie noch mehr in den politischen Prozess mit zu integrieren“, analysiert er das schlechte Abschneiden der CSU in diesen Bezirken.

Aus vier Parteien im Bayerischen Landtag werden sechs. Die beiden Neulinge freuen sich auf die Diskussionen, wollen offen an die Sache rangehen. „Mit Blick auf den Bundestag hab ich ganz ehrlich gesagt Sorge wie eine gewisse Partei, die AfD, mit der politischen Diskussion umgeht“, so Enghuber. Er setzt in diesem Punkt auf inhaltliche Argumente und nicht auf populistische Phrasen.

Enghuber will sich für die Themen seines Heimatlandkreises stark machen. Umwelt und Wirtschaft sind seine Steckenpferde. Eine Koalition mit den Freien Wählern kann sich Enghuber gut vorstellen. Im Landkreis Neuburg-Schrobenhausen stimmt er sich bereits mit Roland Weigert (FW) ab. „Da ist Zusammenarbeit ganz groß geschrieben und wir wollen uns in Kürze auch zusammen setzen und schauen, was wir gemeinsam erreichen können.“

Alfred Grob will sich im Ausschuss für innere Sicherheit einbringen. Als langjähriger Kripochef bringt er viel Erfahrung mit. Erfahrung in der landesweiten Politik wollen jetzt beide sammeln. Bereits morgen steht die erste Sitzung mit den Kollegen aus der CSU-Fraktion in München an.