Gottesdienst in Neumarkt erinnert an Tote des Ersten Weltkriegs

Neumarkt (intv) Bereits kurz nach Ausbruch des 1. Weltkriegs gab es in ganz Deutschland viele Familien, die im Verwandten- oder Bekanntenkreis ein oder mehrere Opfer des Kriegsgeschehens zu beklagen hatten. In Neumarkt ist der erste Gefallene der Pfarrei St. Johannes am 24. August 1914 dokumentiert. Festgehalten in einer Inschrift auf dem Kriegerdenkmal an der Stadtpfarrkirche. Anlass für Domkapitular Norbert Winner zum Jahrestag einen Gedenkgottesdienst abzuhalten für den Neumarkter Mathias Spitz, der auf den Tag vor 100 Tagen als Soldat gestorben ist und für alle anderen Opfer des Ersten Weltkriegs. „Es ist mir unerklärlich, dass Nationen, deren Kultur- und Lebensweise über viele Jahrhunderte vom christlichen Glauben geprägt wurden, in eine solche Barbarei verfallen konnten“. Mit diesen Worten eröffnete Stadtpfarrer Norbert Winner den sonntäglichen Gedenkgottesdienst, „aber es scheint so, wenn man auf die gegenwärtigen Kriegsgebiete schaue, als hätten die Menschen aus diesen Katastrophen des 20. Jahrhunderts nichts gelernt. Umso wichtiger, dass sich jeder Einzelne um den Frieden bemühe“.