Giftige Raupen auf Schulgelände in Schernfeld

Ingolstadt (intv) Der Eichenprozessionsspinner sorgte auf dem Schulgelände in Schernfeld für Aufruhr. Die Raupen lösen teilweise heftige Allergien aus, damit die Schüler vor den Raupen geschützt sind, gab es am Freitag vor den Pfingstferien schulfrei.  Eine Fachfirma musste die Insekten von den Bäumen entfernen.

Die Raupen des eigentlich harmlosen Nachtfalters kriechen zu Tausenden auf den Bäumen und bilden ihre giftigen Härchen aus. Berührt man die Brennhaare, entsteht ein Juckreiz wie bei einem Mückenstich, der bis zu zwei Wochen anhalten kann. Jeder reagiert anders auf die Giftstoffe der Raupen.

Hauptsächlich sind die Eichenprozessionsspinner entlang des Rheins im Süden Deutschlands und im Nordosten unterwegs. Der Befall in Schernfeld ist dieses Jahr der bisher einzig bekannte im Landkreis Eichstätt.

„Jetzt befinden sich die Raupen im 3. Larvenstadium. Sie haben Gifthaare, weshalb eine Bekämpfung durch Giftmittel kein Sinn macht“, erklärt Martin Hirsch, Fachagrarwirt für Baumpflege – und sanierung. “ Die Raupen werden mit speziellen Saugern abgesaugt. Feine Filter sind dabei sehr wichtig, damit sich die Haare nicht noch  mehr in der Luft verteilen.“

Der Befall in Scherenfeld hält sich noch in Grenzen. Das Gesundheitsamt wird in den nächsten Tagen entscheiden, ob die Schüler das Schulgelände wieder bedenkenlos nutzen können. Nach ersten Einschätzungen kann der Unterricht nach den Pfingstferien wieder ganz normal starten.