Gesundheitsminister Bahr im Elisabeth-Hospiz

Ingolstadt (intv) Gesundheitsminister Daniel Bahr (FDP)  hat heute dem Elisabeth-Hospiz einen Besuch abgestattet. Unter Ausschluss der Öffentlichkeit besichtigte er die Räumlichkeiten am Unteren Graben. Speziell ausgebildete Pflegekräfte und ehrenamtliche Hospizbegleiter kümmern sich ihr um bis zu 12 Todkranke, begleiten sie in ihren letzten Lebenswochen – und Tagen.

Im anschließenden Pressegespräch zeigte sich der Minister angetan von der Einrichtung und der Hospizarbeit, die hier geleistet wird. Palliativversorgung sei wichtig, weil jeder weiß, dass das Leben endlich ist, so Bahr. Die Menschen hätten keine Angst vor dem Ende, sondern Angst vor dem Prozess. Ein Hospiz könne diese Angst nehmen. Bahr hob in diesem Zusammenhang auch das Engagement der zahlreichen ehrenamtlichen Helfer hervor.

Die Kranken- und Pflegekassen übernehmen 90 Prozent der Kosten für einen Hospizplatz. Um die restlichen Kosten, etwa 120.000 im Jahr, zu decken, ist das Hospiz auf Spenden angewiesen. Doch die werden laut Franz Hartinger, Geschäftsführer des Hospizes, nicht immer erreicht. Die Gesellschafter müssten einspringen. Deswegen gab Hartinger dem Gesundheitsminister auch eine Bitte mit auf den Weg nach Berlin. Die finanziellen Rahmenbedingungen für die Hospizversorgung seitens der Krankenkassen sollten möglichst gleich bleiben.