Gespenstisch eingewebt: Die Raupen der Gespinstmotte befallen Bäume in Hohenwart

Hohenwart (intv) Sie sind klein, hungrig und spinnen wie verrückt: die Raupen der Gespinstmotten. Vielerorts fressen sie Pflanzen ratzeputz kahl und umhüllen sie mit einem weißen Schleier. Auch in Hohenwart. Dort treiben sie auf dem Grundstück von Rupert Schlittenbauer ihr Unwesen.

Es wirkt gespenstisch, wenn die Raupen ganze Sträucher, Pflanzen, Äste und Zweige mit ihren silbrig schimmernden Netzen überziehen. So wie auf dem Grundstück von Rupert Schlittenbauer in Hohenwart. Er ist der Überzeugung, dass der Raupenbefall in diesem Jahr besonders schlimm ist – aufgrund des warmen Frühjahrs. Das Spektakel mit den Raupen beobachtet Rupert Schlittenbauer schon lange Zeit: Bereits seit 15 bis 20 Jahren gibt es die kleinen Tierchen auf seinem Grundstück in Hohenwart.

Die Raupen der Gespinstmotte mögen zwei Baumarten besonders gerne: die gewöhnliche Traubenkirsche und das Pfaffenhütchen. Die Gespinstmottenraupen fressen die Blätter und spinnen sich großflächig ein – zum Schutz vor dem Wetter und Fressfeinden. So gruselig die Werke der Gespinstmotte auch aussehen – für den Menschen sind die Tiere harmlos.

Die befallenen Bäume und Sträucher überstehen die vorübergehenden Bewohner in der Regel recht gut. Mit dem Johannistrieb um den 26. Juni herum treiben sie wieder aus. Da sind die Raupen bereits längst verpuppt oder als Falter ausgeflogen.