Gemeinschaftsunterkunft in Neuburg: Entscheidung vertagt

Neuburg (intv) Gestern Nachmittag, 16.30 Uhr: Pflichttermin für die Neuburger Stadträte. Schließlich haben die Politiker lange genug über das Gebäude in der Ambergstraße als mögliche Gemeinschaftsunterkunft diskutiert – in der Theorie. Gestern hieß es dann in die Praxis übergehen und das Bauwerk sowohl von innen als auch von außen genau unter die Lupe nehmen. Die ehemalige Halle der Grundig AG umfasst rund 7.000 Quadratmeter mit 30 bis 35 Zimmern inklusive sanitäre Anlagen. Für eine Gemeinschaftsunterkunft wäre der Standort also grundsätzlich geeignet. Oberbürgermeister Bernhard Gmehling betonte gestern allerdings, dass er nicht viel von einer zweiten Gemeinschaftsunterkunft in Neuburg halte. Er bevorzugt hingegen eine ganzheitliche Lösung. „Wir würden gerne ein Grundstück in Neuburg erwerben, da sind wir schon in Verhandlung mit den Eigentümern. Dann könnte man eine große Gemeinschaftsunterkunft bauen, die schon bestehende Unterkunft verlegen und insgesamt mehr Menschen aufnehmen“, so Gmehling. Viele offene Fragen, Anträge und Belange, die in nächster Zeit erst noch geprüft werden müssen. Genau deshalb hat der Stadtrat beschlossen, die Entscheidung über eine zweite Gemeinschaftsunterkunft zu vertagen. Fest steht aber: Passieren muss in den kommenden Monaten etwas. Denn bis zum nächsten Jahr werden im Landkreis Neuburg-Schrobenhausen rund 3.700 Asylbewerber leben, so die Prognosen.