Geldstrafe für Ex-Bürgermeister

Scheyern (intv) Der suspenderte Bürgermeister von Scheyern habe Masturbationsvorlagen angefertigt und damit die fotografierten Frauen beleidigt. Damit begründete der Amtsrichter in München sein Urteil über die Vorfälle am Münchner Stachus. Dort war Albert Müller am 20. Juni 2013 von zivilen Polizisten festgenommen worden. Er hatte dabei versucht seine Kamera zu zerstören, mit der er vorher Frauen heimlich auf der Rolltreppe unter den Rock fotografiert hatte. Außerdem hatte er sich gegen die Polizisten gewehrt und dabei einen von ihnen verletzt. Nach Ansicht seiner Anwältin ist das Fotografieren allerdings keine Straftat. Regina Rick rät ihrem Mandanten deshalb, das Urteil anzufechten. Die Verteidigerin verglich das Fotografieren mit einem zu tiefen Blick in einen Ausschnitt, der sei schließlich auch nicht strafbar. In der Verhandlung sagte auch der Zeuge aus, der die Polizei verständigt hatte. Er versichert auch im Interview mit intv, dass ihn ein fremder Mann Tage nach der Tat mehrmals bedroht habe, wegen seiner „Heldentat“ gegen den Bürgermeister von Scheyern. Der wurde zu einer Geldstrafe von 5.250 Euro verurteilt.