Geduldsprobe im „Rattengiftprozess“

Ingolstadt (intv) Neuer Verhandlungstag im sogenannten „Rattengiftprozess“ heute Vormittag vor dem Landgericht Ingolstadt. Auf der Anklagebank sitzt ein 53-jähriger Landwirt aus Wettstetten. Er soll versucht haben, seine Eltern sowie seine damalige Lebensgefährtin mit Rattengift zu töten. Der Angeklagte zeigt sich allerdings ungewohnt entspannt, denn er ist sich keiner Schuld bewusst. Auch heute haben verschiedene Kripobeamte ausgesagt, die sich Ende 2016 mit dem Fall beschäftigt haben. Während der Zeugenvernehmung zeigte sich der Angeklagte gefasst, fast schon interessiert am Geschehen. Ein Verhalten, das auch die Beamten bestätigten. Sie gaben an, dass Friedrich P. jederzeit kooperativ war, auch bei der Durchsuchung seines Hauses.
Der Angeklagte hatte laut eigener Aussage wohl keine Schlüssel für das Elternhaus – dementsprechend schwierig muss es für ihn gewesen sein, dort Lebensmittel zu vergiften. Der Rattengiftprozess, eine Geduldsprobe auch für die Richter, bei der jedes Detail zur Wahrheitsfindung beitragen könnte. Der Prozess wird am Donnerstag fortgesetzt.