Gauturnfest 2014 beim TSV Gaimersheim

Ingolstadt (intv) Zum mittlerweile 48. Gauturnfest des Turngaus Donau-Ilm lud am vergangenen Wochenende der TSV Gaimersheim. Mit 106 von insgesamt 429 Teilnehmern stellten die Hausherren auch die meisten Teilnehmer der 19 startenden Vereine. Vom Gerätturn-Vierkampf der Mädchen, Sechskampf der Jungs, den gemischten Wettkämpfen, dem Leichtathletik-Dreikampf oder der Talentiade und den Gerätebahnen am Sonntag – an den zwei Wettkampftagen war für alle Teilnehmer im Alter von 5 – 56 Jahren und allen Leistungsklassen etwas geboten.

An alte Rekordzeiten, als das Gauturnfest rund 1 000 Teilnehmer an die Geräte lockte, kann man sich nur noch erinnern, inzwischen hat man sich aber im 400er-Bereich eingependelt, wobei auch die Leistungsspitze immer dünner wird. Der TSV Gaimersheim turnt zwar mit seinen Damen in der Dritten Bundesliga, aber auch die mitgliederstärkste Turnabteilung in der Region  muss um leistungswilligen Nachwuchs kämpfen. „Immer weniger sind bereit vier bis fünf mal die Woche zu trainieren. Hier spüren natürlich alle Vereine auch die Auswirkungen des G8. Es wird auch immer schwieriger Trainer zu finden, die bereits sind, sich neben Beruf und Familie in die Halle zu stellen. Man merkt den Kindern die neu kommen auch an, dass oft die motorischen Fertigkeiten noch nicht gut entwickelt sind“, so die stellvertretende Vorsitzende des Turngaus Christine Leixner, die als Fachwartin Gerätturnen beim TSV Gaimersheim die Hauptprobleme an der Basis bestens kennt.

Mit 15 Siegen ging der TSV zwar wieder mal als erfolgreichster Verein beim Gauturnfest mit gutem Beispiel voran, mit dem Trend, dass sich beim Turnsport die Grenze immer stärker vom Leistungs- zum Breitensport verschiebt, muss sich allerdings wohl auch das regionale Turn-Aushängeschild anfreunden.