Ganes und Ami verzaubern Pfaffenhofen zum Ende des Kultursommers

Pfaffenhofen (intv) Mit großen Augen saßen die Kleinen auf dem Boden direkt vor der Bühne und staunten: Nicht nur die Kinder waren fasziniert von Ganes. Die drei jungen Musikerinnen kommen aus den Bergen. Genauer gesagt aus Südtirol. Dort sind sie in einem abgelegenen Tal aufgewachsen. So abgelegen, dass ihre Muttersprache Ladinisch nur noch 30.000 Menschen verstehen. Doch ihre sphärische Popmusik berührt jeden, auch wenn er die Texte nicht versteht. Ganes heißt soviel wie Wasserelfen. Ein überaus treffender Name. Denn die sanften Klänge ihrer Musik entfalten eine mystische Kraft, die gestern Abend den gesamtem Hauptplatz von Pfaffenhofen in Bann zog. Geige, Bass, Gitarre, Schlagzeug, Computer: Jede der beiden Schwestern und ihre Cousine spielen verschiedene Instrumente. Begleitet von einem Keyboarder mit Wurzeln in der Hallertau. Wurzeln in Afrika hat Ami Warning. Sie stand mit ihrem Vater Wally auf der Bühne. Akustikgitarre, Bass und Trommeln: Mehr brauchten die beiden nicht, um so manche Hüfte zum Schwingen zu bringen. Der milde Abend war wie geschaffen für dieses Abschlusskonzet im Kultursommer 2015. Bei aller Harmonie vergaß Kulturreferent Steffen Kopetzky auch die Menschen nicht, die das Schicksal zufällig nach Pfaffenhofen gespült hatte. Er begrüßte die Asylbewerber im Publikum und bat seine Mitbürger, auch weiterhin so tatkräftig den Flüchtlingen zu helfen, die vor Krieg und Verfolgung aus ihrer Heimat fliehen mussten.