G7-Gipfel in Elmau: Auch Menschen aus der Region betroffen

Ingolstadt (intv) 2.000 bis 3.000 gewaltbereite Menschen werden laut dem bayerischen Innenminister Joachim Herrmann am Wochenende in Garmisch-Partenkirchen erwartet. Insgesamt rechnet die Polizei mit rund 50.000 Demonstranten gegen den G-7-Gipfel in Elmau, dem Treffen der führenden Wirtschaftsmächte. 17.000 Polizisten sorgen für die Sicherheit der Staatsoberhäupter. Darunter auch menschliche und tierische Einsatzkräfte aus der Region. Darunter auch Lee, ein dreijähriger Belgischer Schäferhund und sein Herrchen Jürgen Spreng. Sie haben im Vorfeld des Gipfels die um Elmau liegenden Wege nach Sprengstoff abgesucht. Besonders an schwer zugänglichen Stellen, wie zum Beispiel Kanalrohren, war der gelernte Sprengstoffspürhund gefragt. Gefunden hat das dynamische Team, das ein klein wenig an Kommissar Rex erinnert, zum Glück nichts. Zum Beginn des G7-Gipfels am Wochenende sind die beiden wieder im Einsatz. Dann jedoch nicht in Elmau, sondern am Flughafen in München. Hier werden sie die Ankunft der Regierungschefs vor möglichen Sprengstoffanschlägen absichern.

Auch bereits im Vorfeld des Treffens der Staatsoberhäupter war die Landtagsabgeordnete Eva Gottstein aus dem Landkreis Eichstätt mit den Vorbereitungen dafür beschäftigt. Als stellvertretende Vorsitzende des Innenausschusses des Bayerischen Landtags sorgt sie sich unter anderem um die Finanzierung des Gipfels. Da dessen Beginn von Samstag auf Sonntag verschoben wurde, mehren sich die Kosten, die ohnehin schon rund 300 Millionen Euro betragen. Und auch die Bevölkerung in der Umgebung von Elmau muss so weitere Einschränkungen hinnehmen. So bleiben die Geschäfte in und um Garmisch-Partenkirchen wohl bis einschließlich Dienstag geschlossen. Auch die Schulen bleiben zu. Einen Notdienst für die Kinder wird es an den Schulen nicht geben, weil diese wegen des Gipfels belegt sind.

Roland Keller, Kreisverbandssprecher der Partei DIE LINKE in der Region Ingolstadt gehört zu den Gegnern des Gipfels. Deshalb hat er auch die Menschen aus der Region zur Teilnahme an den Demonstrationen dagegen aufgerufen. „Da treffen sich sieben Menschen in reizvoller bayerischer Umgebung und entscheiden demokratisch nicht legitimiert über Angelegenheiten, die sieben Milliarden Menschen betreffen“, kritisiert Keller.