Fürstenmacht und wahrer Glaube: Ausstellungseröffnung in Neuburg

Neuburg (intv) Vor circa drei Jahren stand der Neuburger Stadtheimatpfleger, Roland Thiele, vor Oberbürgermeister Bernhard Gmehling und erzählte ihm von seiner Idee eine Ausstellung zu dem Thema Reformation – Gegenreformation aufzubauen. Seitdem plant die Stadt Neuburg mit vielen Partner das Spektaktel. Am Freitag war feierlicher Auftakt der Ausstellung.

„Wir haben das Lutherjubiläumsjahr 1517 als Ausgangspunkt, aber hier in Neuburg erzählen wir, dass es weiterging nach der Reformation.“, beschreibt Kurator Michael Teichmann.

Durch die Gründung des Fürstentums Pfalz Neuburg 1505 und der wechselnden Religionen, bietet sich Neuburg sehr gut für das Thema Reformation und Gegenreformation an.

„Neuburg bietet sich deshalb an, weil wir allein vom Ausstellungsweg einen Erlebnisweg haben. Er führt von der ältesten Protestantenkirche zu einer katholischen Kirche. Die Besucher können hier hautnah den evangelischen und katholischen Glauben erleben. All das wird in der Ausstellung erläutert.“, erzählt Neuburgs Oberbürgermeister Bernhard Gmehling.

Bayerns Ministerpräsident, Horst Seehofer, hat schon einen Blick auf die Ausstellung geworfen und war beeindruckt. Er findet, dass Neuburg mit Großstädten locker mithalten kann.

„Man glaubt immer, es gibt eine Landeshauptstadt und andere können das Niveau nicht erfüllen. Wir habens in Ingolstadt gesehen mit der Napoleonausstellung und jetzt mit dieser.“

Die Exponate wurden aus ganz Deutschland zusammengesucht. Besucher können eine Skulptur aus Sulzbach von der Heiligen Anna oder ein Standbild des Pfalzgrafen-Herzog Johann Wilhelm bestaunen. Auf ein Ausstellungsstück ist Kurator Michael Teichmann besonders stolz. „Der Reichsapfel ist unser zentrales Symbol und das spektakulärste Ausstellungsstück.“

Bis zu 20.000 Besucher werden in Neuburg erwartet. Ab Samstag können sich die Besucher ins Reformationszeitalter entführen lassen und sich über Pfalzgrafen, Herzöge und natürlich den Glaubenswechsel informieren. Bis zum 5. November ist die Ausstellung geöffnet.