Für mehr Gerechtigkeit: DGB Kundgebung am Ingolstädter Paradeplatz

Ingolstadt (intv) Für mehr soziale Gerechtigkeit und Solidarität. Gegen Niedriglöhne und Rechtspopulismus. All das waren Themen bei der DGB-Kundgebung am Dienstag auf dem Ingolstädter Paradeplatz.

Der Tag der Arbeit ist unser Tag. Da gehen wir verstärkt in die Öffentlichkeit, erklärt Bernhard Stiedl vom DGB Ingolstadt. Rund 1.200 Geschwerkschaftsmitglieder sind am Dienstag auf die Straße gegangen. Denn, ihrer Meinung nach, herrscht gerade in der Boomtown Ingolstadt soziale Ungerechtigkeit.

„Wir haben aber viele prekäre Arbeitsverhältnisse. Wir haben viele, die nur befristet eingestellt werden. Wir haben viele, die sich im Umfeld der Automobilindustrie bewegen, die in Leiharbeit sind. Davor sollen wir die Augen schließen. Wir müssen schauen, dass auch diese Menschen vernünftige Arbeitsverhältnisse und ein vernünftiges Einkommen haben, um sich das Leben in Ingolstadt überhaupt leisten zu können.“, fordert Bernhard Stiedl, Vorsitzender des DGB Ingolstadt.

Zum Thema sozialer Wohnungsbau äußerte sich auch Ingolstadts Oberbürgermeister Christian Lösel. Die Stadt werde solange sozialen Wohnraum schaffen, bis der Bedarf in Ingolstadt gedeckt ist. Das begrüßte Hauptredner Fritz Schösser, ehemaliger DGB Bezirksvorsitzender Bayern.

„Gerade diese Frage der Gerechtigkeit gegenüber den Flüchtlingen, gegenüber den Ärmeren der Gesellschaft. Gegenüber denen, die zwar einen Job haben, aber dann mit einer Situation konforntiert werden, wie zum Beispiel Pflege eines Angehörigen. Und deshalb sind die Themen Rente, Gesundheitsversorgung und Pflege wichtige Themen. Ich denke da geht die Politik sowohl auf der Landes- als auch auf der Bundesebene viel zu leichtfertig damit um.“

Über die Tarifpolitik könne der DGB auch etwas bewirken. Das habe er dieses Jahr bereits bewiesen und das beste Tarifergebnis im öffentlichen Dienst seit vielen Jahren erzielt, nämlich 7,5 Prozent mehr Lohn.