Frustwetter statt Freizeitvergnügen

Sowohl bei den Bürgern der Region als auch bei Touristen sorgt das miese Wetter für lange Gesichter: Die zweite Woche der Pfingstferien hat begonnen, und viele hätten den Frühsommer gerne im Biergarten, auf dem Minigolfplatz oder im Freibad verbracht. Dass das bei den derzeitigen Witterungsverhältnissen nicht wirklich Freude macht, ist klar. Die Betreiber der Freizeiteinrichtungen stellen sich deshalb auf eine äußerst schlechte Mai-Bilanz ein.

„Derzeit zählen wir täglich rund 50 Badegäste“, sagt Edith Fischer, stellvertretende Betriebsleiterin im Ingolstädter Freibad. An heißen Maitagen des Vorjahres seien es über 2.000 Gäste pro Tag gewesen. Auch die Betreiber des Campingplatzes am Auwaldsee kämpfen mit Regenpfützen und rückläufigen Besucherzahlen. Vor allem Dauercamper ziehe es bei dem Wetter nicht nach draußen. Zudem seien die Wiesen durchweicht und damit nicht mehr tragfähig für große Wohnwagengespanne. Die benachbarte Minigolfanlage hat wegen des schlechten Wetters ebenfalls geschlossen.

Enorme Umsatzeinbußen befürchten unterdessen die Biergartenbetreiber der Region: „In einem Durchschnittsjahr rechnen wir mit 50 Biergartentagen pro Saison. Bislang waren es gerade mal fünf“, ärgert sich Armin Stangl, Inhaber der Antonius-Schwaige in Ingolstadt. Die Umsätze im Frühjahr zählen zu den wichtigsten Einnahmen der Biergartenwirte.