Frühförderung: Bayernweit einmaliges Schulprojekt startet in Beilngries

Beilngries (intv) Dort ist eine bayernweit einmalige Kooperation geschlossen worden zwischen Jugendamt und Schulamt im Kreis Eichstätt. Nach drei Jahren Pilotprojektphase geht der sogenannte FLEG, der Fachdienst für lern- und entwicklungsauffällige Kinder an Grundschulen, an insgesamt sieben Schulen im Landkreis an den Start. Eine davon ist die Grundschule Beilngries.

Früh erkennen – präventiv fördern. Und früh heißt in diesem Fall Grundschulalter. Je früher die Lern- oder Verhaltensstörungen der Kinder entdeckt werden, umso besser. Das Jugendamt stellt dafür zwei Halbtagskräfte, die jeweils einen Tag pro Woche an den sieben Schulen präsent sein werden.

In Form von Einzel- oder Gruppenförderung direkt an der Schule bis hin zu externen Therapien. Selbstverständlich in enger Abstimmung mit den Eltern.

Zielgruppe sind Grundschüler mit Schwierigkeiten in der Entwicklung, im Lernen, im Sozialverhalten. Die Zahlen lassen aufhören. 2015 waren es im Eichstätter Raum bereits 224 Kinder und auch Schulberatung wird immer öfter in Anspruch genommen.

Sabine Bierner ist als Teil des FLEG für Beilngries zuständig. Die Erfolge aus dem Modellprojekt mit 50 auffälligen Kindern sprechen für sich: „Wir können niederschwellig und schneller helfen“, erklärt Bierner.

Ab September wird es den FLEG an sieben Schulen, darunter die Grundschule Altmannstein und Pförring geben. Allerdings nicht als Ersatz für Schulpsychologen oder Schulberatung, sondern ergänzend, betont Schulpsychologin Monika Redl. Das im Landkreis Eichstätt entwickelte Konzept soll ansteckend wirken auf andere Regionen, hofft Schulamtsleiter Rudolf Färber.