Frost und Schnee im April: Obstbauern fürchten um ihre Ernte

Ampertshausen  (intv) April, April, der macht was er will – das dürfte wohl eine der bekanntesten Bauernregeln sein und trifft dieses Jahr so gut zu wie schon lange nicht mehr.
Denn während wir vor zwei Wochen noch mit dem T-Shirt draußen unterwegs waren, ist diese Woche der Winter zurückgekehrt. Sehr zum Leid vieler Landwirte in der Region, die jetzt um ihre Ernte fürchten.

Apfel, Birne, Quitte, Zwetschge oder Kirsche – Josef Badhorn baut sein Obst selbst an, um daraus Schnäpse und Liköre für seinen Hofladen herzustellen.
Momentan macht er sich allerdings etwas Sorgen um die Blüten, denn nachts ist es zu kalt für die Pflanzen. Ab minus 3 Grad wird es kritisch für die Bäume.

Wenn die Blüte gefriert, ist der Fruchtansatz kaputt. Unter diesen Umständen könne keine Frucht entstehen, meint Badhorn.
Das Problem ist, dass viele Bäume schon seit ein paar Wochen blühen, weil es Anfang April überdurchschnittlich warm war. Diese Pflanzen sind momentan am meisten gefährdet. Ein paar Tage müssen die Blüten die Kälte noch überstehen, ab nächster Woche wird es dann zumindest wieder etwas milder.