Frischer Wind in der Arbeitsagentur: Manfred Jäger neuer Leiter

Ingolstadt (intv) Frischer Wind weht in der Arbeitsagentur Ingolstadt. Die Jobvermittler haben seit dem 1. Juli eine neue Geschäftsleitung. Nach einer kurzen Interimslösung tritt nun Manfred Jäger in die Fußstapfen des langjährigen Agenturchefs Rolf Zöllner. Jetzt gilt es viele Hände zu schütteln, denn Manfred Jäger will seine knapp 220 Mitarbeiter in der Agentur und den Geschäftsstellen persönlich kennenlernen. Seit Anfang des Monats lenkt er die Geschicke der Arbeitsagentur Ingolstadt. Und Glücksbringer hat er ja im Haus, die Nase des Heydeck soll der Legende nach Arbeitslosigkeit verhindern. Wohl mit Erfolg. 2,2 Prozent Arbeitslosigkeit in der Region ist auch für den neuen Agenturchef eine ungewohnt niedrige Zahl: „Trotzdem ist es mir ein besonderes Anliegen, dass wir der Langzeitarbeitslosigkeit den Kampf ansagen und den Abbau der Jugendarbeitslosigkeit fördern. Auch ältere Menschen müssen wir dabei unterstüzten, zurück ins Berufsleben zu finden. Denn in diesen drei Bereichen ist der Anteil der Arbeitslosigkeit relativ hoch. Wir haben bei der Langzeitarbeitslosigkeit einen Anteil von 37 %, bei den jungen Menschen unter 25 Jahren sind es knapp 10 % und bei den über 50-Jährigen sind es über 30 %.“

Der 47-Jährige ist sozusagen ein Eigengewächs der Bundesagentur für Arbeit. 1984 hat er seine Ausbildung begonnen und ist seit mittlerweile 30 Jahren bei der Bundesagentur für Arbeit beschäftigt, unter anderem in Würzburg und Aschaffenburg. Zuletzt war er drei Jahre lang als Geschäftsführer Operativ in der Agentur in München tätig. 20 Jahre in der Jobvermittlung zeichnen ihn aus: „Ich habe schon eine  gewisse Affinität zur Region, ursprünglich komme ich aus Schweinfurt, da gibt es auch viel Mobilzuliefererindustrie, von daher kenne ich mich in diesem Metier ganz gut aus, wobei so eine niedrige Arbeitslosenquote, wie wir sie aktuell hier in dieser Region haben, hatte ich bisher noch nie.“

Konkret will der 47-Jährige in naher Zukunft den Abbau der Langzeitarbeitslosigkeit und die Fachkräftesicherung anpacken. Trifft man ihn nicht in seinem Büro an, wirft er wahrscheinlich an der Donau oder an einem Weiher in der Region die Leine aus, denn Manfred Jäger ist in seiner Freizeit leidenschaftlicher Angler.