Frauenpolitischer Talk im Audi Sportpark

Ingolstadt (intv) Der Bayerische Landessportverband (BLSV) hat zu wenig Frauen. Zumindest was ehrenamtliche Führungspositionen betrifft. Elf Frauen hat Günther Lommer, der Präsident des BLSV, 2008 darauf angesprochen, ob sie für die Präsidiumswahl kandidieren würden. Doch keine der Frauen hat sich dazu bereit erklärt. Welche Gründe Frauen haben, keine Führungsämter anzunehmen und was dagegen getan werden kann, waren Themen beim ersten Frauenpolitischen Talk im Audi Sportpark Ingolstadt. Redner wie Miriam Vogt, Präsidentin des Bayerischen Skiverbandes, und DOSB-Vizepräsidentin Ilse Ridder-Melchers diskutierten darüber, ob eine Frauenquote nötig ist oder ob es auch ausreicht, den Frauen genug Mut für hochrangige Ämter zu machen. Die Zeit sei jedenfalls gut für Frauen, die ein solches Amt anstreben, so Miriam Vogt, da es derzeit wenig Bewerberinnen gäbe. Auch wenn die Chancen derzeit gut stehen, so sprachen sich jedoch einige der Teilnehmer der Podiumsdiskussion für eine Frauenquote aus. Die Ingolstädter Unternehmerin Veronika Peters meinte hierzu, dass Frauen einfach eine Eintrittskarte bräuchten. Auch wenn durch eine Quote vielleicht auch weniger qualifizierte Frauen ans Ruder kämen, so habe sie derzeit bei vielen Veranstaltungen auch Männer in der ersten Reihe stehen sehen, die auch nicht unbedingt alle qualifiziert waren.

Letztlich läuft aber alles darauf hinaus, dass die Frauen sich trauen müssen. Hierfür müsste in den Frauen die „Lust auf Machen“ geweckt werden, so Miriam Vogt. Sicher gäbe es immer Gründe, die gegen die Annahme eines Ehrenamtes sprechen würden, doch mindestens genauso viele Gründe gäbe es auch dafür.