Frau verbrüht Lebensgefährten: Zeugen sagen im Mordprozess aus

Ingolstadt (intv) Fortsetzung im Mordprozess am Mittwoch-Vormittag vor dem Landgericht Ingolstadt. Auf der Anklagebank: Eine 57-Jährige, die ihren Lebensgefährten im Schlaf mit kochend heißem Wasser verbrüht haben soll. Der Mann ist wenige Tage später im Krankenhaus gestorben. Das Motiv war wohl krankhafte Eifersucht, wie heute auch einige Bekannte vor Gericht bestätigten. Für die Richter besonders interessant: Die Aussage des ehemaligen Lebensgefährten der Angeklagten. Manfred B. war mit Anita A. ca. 17 Jahre lang liiert, bevor er eine andere Frau kennengelernt hatte. Als die Angeklagte schließlich eine neue Beziehung mit dem späteren Opfer Rainer S. einging, wurde die Angst immer größer, auch ihn an eine andere Frau zu verlieren. „Sie war von der Idee nicht mehr wegzubringen, dass Rainer eine Affäre hat“, so zwei gute Bekannte von Anita A. Dass Rainer S. aber tatsächlich eine andere Frau hatte, ist äußerst fragwürdig. „Er hat sie über alles geliebt, Anita war in seinem Herzen“, so ein Bekannter. Gegenüber ihrer Freundin habe die Geisenfelderin ca. einen Monat vor der Tat angedeutet, dass sie etwas „vorhabe“, denn sie habe ohnehin nichts mehr zu verlieren. Ein Urteil wird nächste Woche erwartet, voraussichtlich am Dienstag.