Franziska-Prozess: Freundin des ermordeten Mädchens sagt aus

Ingolstadt (intv) Sie ist eines der Mädchen, das Franziska als Letztes lebend gesehen hat. Die heute 13-jährige Lea hat den Nachmittag mit Franzi am Skaterplatz in Nassenfels verbracht, bevor ihre Freundin brutal ermordet wurde. Heute hat das Mädchen vor dem Landgericht Ingolstadt ausgesagt. Dabei wirkte sie ruhig und gefasst. Wie es bei der 13-Jährigen im Inneren aussieht, das können Außenstehende wohl nur ansatzweise erahnen. Denn auch Lea wurde am 15. Februar vergangenen Jahres vom Angeklagten beobachtet. Ihr sei das grüne Auto am Skaterplatz aufgrund der lauten Musik aufgefallen. Als sich die Mädchen am späten Nachmittag auf den Heimweg machten, habe sie noch gesehen, dass das Fahrzeug in die Richtung fuhr, in der auch Franziska unterwegs war. Was danach geschah, ist heute leider traurige Gewissheit. Das grüne Auto haben neben Lea noch zwei weitere Personen beobachtet, die sich am Tattag in der Nähe des Skaterplatzes aufgehalten hatten. Einer davon ist mit dem angeklagten Stefan B. neun Jahre lang zur Schule gegangen. Er hat den 27-Jährigen vor Gericht als Außenseiter beschrieben, der oft aggressiv geworden ist. Auch Leas Mutter war heute als Zeugin geladen. Sie ist davon überzeugt, dass Franzi niemals freiwillig in das Auto gestiegen wäre. Das wiederum hatte Stefan B. allerdings in seinem Geständnis behauptet. Die Verhandlung wird am Freitag fortgesetzt.