Fracking und gelbe Tonne: Sebstianb Roloff in Rohrbach

Rohrbach (intv) Gelbe Tonne oder gelber Sack? Bei diesem Thema kamen dann doch die ersten Wortmeldungen auf, bei der SPD Versammlung in Rohrbach. Zuvor hatte Kreisvorsitzender Markus Käser die künftigen Machtverhältnisse im Kreistag erläutert. Diese nahmen die Genossen im Landkreis Pfaffenhofen stoisch zur Kenntnis. Auch wenn ihre Partei künftig keinen Stellvertreter des Landrats mehr stellen kann.

Doch die Frage nach der Wiederverwertung von Plastikikmüll ist noch offen und deshalb bewegt sie auch die Roten. Am 25. Mai werden die Wahlberechtigten im Landkreis dazu befragt. Die Mitbürger, die zwar Müllgebühren zahlen, aber nicht wählen dürfen, bleiben außen vor. Darauf weist Kreisrat Thomas Herker hin. Er wird sich für die gelbe Tonne aussprechen. Aus zweierlei Gründen: Wenn ein Lastwagen durch den Landkreis fährt, um alle Tonnen zu leeren, sei das immer noch ökologischer als wenn jeder Bürger alle zwei Wochen meist mit dem Auto zum Wertstoffhof fährt, um den Sack dort abzuliefern. Außerdem werde in Berlin ohnehin gerade darüber nachgedacht, die gelbe Tonne überall zur Pflicht zu machen.

In Berlin wird auch darüber nachgedacht, Fracking zu erlauben. Bei dem umstrittenen Verfahren werden große Mengen giftiger Chemie in die Erde gepresst. Die fördert dann Schiefergas hervor und verschmutzt das Grundwasser, befürchten Umweltschützer. Nicht nur sie zeigen sich enttäuscht von der Haltung des Bundeswirtschaftsministeriums. Sigmar Gabriel hat auch einen Europakandidaten der SPD, Sebastian Roloff,  damit irritiert. Roloff besuchte gestern Abend die Parteibasis in Rohrbach.