Fortsetzung im „Rattengift-Prozess“

Ingolstadt (intv) Der Auftakt im sogenannten „Rattengift-Prozess“ vergangene Woche vor dem Landgericht Ingolstadt war mehr als überraschend. Ein 53-jähriger Landwirt aus Wettstetten soll versucht haben, seine Eltern sowie seine damalige Lebensgefährtin mit Rattengift zu töten. Der Angeklagte streitet die Tat allerdings ab und beschuldigt ganz offen seine eigene Schwester. Heute hat Richter Jochen Bösel einen Kripobeamten befragt, der sich vor zwei Jahren mit dem Fall befasst hat. Er war bei der Hausdurchsuchung des Angeklagten mit dabei und hat blutige Waschlappen und Taschentücher gefunden. Die stammen wohl von den Eltern des Angeklagten, bei denen eine hohe Menge der chemischen Verbindung Brodifacoum, besser bekannt als Rattengift, im Blut nachgewiesen wurde. Der 53-Jährige hat eingeräumt, solche Präparate aus China gekauft zu haben, allerdings wollte er sie teuer weiterverkaufen. Dass er etwas mit der Vergiftung seiner Eltern sowie seiner damaligen Lebensgefährtin zu tun habe, hat der Wettstettener abgestritten. Wie schon bei seiner Verhaftung wirkte der Angeklagte auch heute ruhig und gefasst. Die Verhandlung wird am Dienstag fortgesetzt.