Folgen der Explosion: Ursachenforschung in Irsching

Irsching (intv) Irsching räumt auf. Zwei Tage ist die Explosion in der Bayernoil Raffinerie her. Die Löscharbeiten dauern weiter an. Der Brandherd soll kontrolliert abbrennen. Inzwischen wird das Ausmaß der Kathastrophe deutlich.

Samstag, 5:11 Uhr: Die Kamera von intv-Zuschauer Carsten Singer in Oberdünzing zeichnet die Explosion auf. In Knapp 4 Kilometern Entfernung brennt ein Anlagenkomplex der Bayernoil-Raffinerie inzwischen lichterloh. Zu diesem Zeitpunkt befinden sich etwa 30 Raffinerie-Mitarbeiter auf dem Gelände. Die meisten in einem Gebäude, keine 200 Meter vom Explosionsort entfernt.

Sechs Personen seien davon in irgendeiner Weise verletzt worden, sagt Norbert Botz, Leiter der Abteilung Sicherheit und Umwelt bei Bayernoil. Die Polizei zählt bis jetzt 16 Verletzte, darunter auch Anwohner, die zum Beispiel von herumfliegenden Teilen getroffen wurden.

Die Bilder von heute zeigen, mit welcher Wucht die Druckwelle der Explosion auf die Gebäude einwirkte. Die Produktionsanlagen der Raffinerie haben die Kathastrophe wie es aussieht weitgehend überlebt. Im Moment sind alle Prozessanlagen außer Betrieb. Über die Fackel wird überflüssiges Gas verbrannt.

Die Mitarbeiter werden auch nach der Explosion in der Raffinerie arbeiten. Der Schichtplan wird dazu etwas angepasst. Die Mitarbeiter müssen nun auch bei den Aufräumarbeiten helfen, so Botz.

Die Kriminalpolizei hat in Absprache mit der Staatsanwaltschaft Ingolstadt die Ermittlungen zur Ursache der Katastrophe aufgenommen. Schnelle Ergebnisse gibt es diesem Fall wohl nicht. Denn die Ermittler können immer noch nicht zum Brandherd. Die Feuerwehr lässt das Gas hier noch kontrolliert abbrennen, um weitere Explosionen zu vermeiden. Stand jetzt ist klar, dass in einer der Anlagen zur Veredelung von Flüssigas und Benzin Gasalarm ausgelöst wurde. Wasletztendlich nur zehn Sekunden später zur Explosion führte ist reine Spekulation.

Bayernoil geht von einem Millionenschaden aus. Die Raffinerie wird auch für entstandene Privatschäden aufkommen. Anwohner sollen diese fotografieren, beheben lassen und die Rechnung zusammen mit den Fotos anschließend bei Bayernoil einreichen. (Adresse: Bayernoil Raffineriegesellschaft mbH, Postfach 12 52, 93328 Neustadt oder per Mail an info@bayernoil.de).