Folge der Petition des Bürgermeisters von Schweitenkirchen: Landtagsausschuss prüft Lärm

Schweitenkirchen/Raffenstetten (intv) 1992 haben sich Karin Kieferl und ihr Mann entschlossen ein Haus zu bauen. In Giegenhausen, nicht weit von der Autobahn A9. Dort stand Ihnen ein Grundstück aus Familienbesitz zur Verfügung. Ausschlaggebend für ihre Entscheidung war damals ein Schreiben aus München. Die Autobahndirektion Südbayern hatte ihnen darin Lärmschutz zugesagt. „Sonst hätten wir unser Haus an dieser Stelle ja nie gebaut“, meint Karin Kieferl heute. Sie kämpft seit 23 Jahren für ihr Recht auf Ruhe. Solange wartet ihre Familie schon auf den versprochenen Lärmschutz. Mit dem Ausbau des Seitenstreifens als vierte Spur bei Überlastung der Autobahn hatte sie neue Hoffnung geschöpft. Wiederum vergebens. Doch aufgeben ist Karin Kieferls Sache nicht. Sie hat sich auch beteiligt an der Landtagspetition, die die Gemeinde Schweitenkirchen im September einreichte. Sechs Seiten lang ist dieses Schreiben. Der Anhang ist freilich wesentlich größer, mehr als 30 Seiten lang. Heute am späten Nachmittag werden zwei Landtagsabgeordnete in Raffenstetten erwartet. Denn der Lärm betrifft viele Ortsteile von Schweitenkirchen und auch von Paunzhausen. Doch selbst wenn die überschrittenen Grenzwerte von 68 Dezibel die beiden Abgeordneten vor Ort davon überzeugen, dass Lärmschutz hier nötig ist, können sie darüber nicht entscheiden. Das darf nur der Bund. Der Petitionsausschuss kann lediglich den bayerischen Innenminister dazu auffordern, sich in Berlin für den lang versprochenen Lärmschutz einzusetzen.