Flutpolder Katzau: Große Bedenken

Pförring / Münchsmünster (intv) Derzeit sind CSU-Abgeordnete des Landtags im Stimmkreis von Tanja Schorer-Dremel, sprich im Landkreis Eichstätt unterwegs. Neben Hoffnungsprojekten wie dem Dinopark machen sich die Politiker auch ein Bild von umschrittenen Themen vor Ort. So auch der geplante Flutpolder Katzau zwischen den Gemeinden Pförring und Münchsmünster.

Die Dimensionen sind enorm: „Der Flutpolder in dem jetzt geplanten Umgriff kann sieben Millionen Kubikmeter Wasser im Hochwasserfall zurückhalten, auf etwa 300 Hektar Fläche. Die maximale Einstauhöhe liegt bei fünf Metern“, umschreibt Christian Leeb, Leiter des Wasserwirtschaftsamtes Ingolstadt die Maße des Bauwerks.

Die Interessengemeinschaft der Grundstückseigner und Landwirte kurz IGEL macht gegen das rund 21 Millionen schwere Hochwasserrückhaltebecken mobil. Und auch die Bürgermeister der Gemeinden, Andreas Meyer aus Münchsmünster und Bernhard Sammiller aus Pförring bringen Bedenken ins Feld. „Was kommt auf uns zu? Wir leben seit Jahren mit dem Problem Hochwasser und wir wissen, was unsere Gräben leisten können. Wenn die dann mit solch einem Bau außer Kraft gesetzt werden, können wir nur aufschwimmen“, klagt Martin Schuh, 1. Vorsitzender der Interessengemeinschaft.

Sie alle treibt die Frage um: Was macht das Grundwasser? Landtagsabgeordnete Tanja Schorer-Dremel und Ihre Kollegen im Umweltausschuss nehmen die Einwände und Anregungen mit nach München: „Von der Bürgerinitiative kommen wertvolle Hinweise schon im Laufe der Prozesse der letzten Jahre aber auch noch ganz konkret heute. Das ist auch der eigentliche Sinn und Grund unserer Regionalbereisung, diese Thematik beschäftigt uns stetig in München.“

Die entscheidende Frage muss aber noch geklärt werden: Wie wirkt sich der Polder auf das Grundwasser aus? Dazu erstellen und berechnen Ingenieure und Fachleute bis Ende des Jahres ein umfassendes Grundwassermodell.

Es könnte das K.o. für den Flutpolder bedeuten, oder aber seine Chancen steigen.