Flashmob gegen Gewalt

Ingolstadt (intv) Am vergangenen Freitag tanzten viele Ingolstädter Bürger aus Solidarität gegen Gewalt an Frauen auf dem Rathausplatz. Die Aktion gehörte zur weltweiten Solidaritätsbewegung „One Billion Rising“, die im Herbst 2012 von der New Yorker Feministin Eve Ensler ins Leben gerufen wurde. Nun tanzen schon zum zweiten Mal weltweit Menschen, um auf die Situation der Frauen aufmerksam zu machen. Dass es sich dabei um ein schwerwiegendes Problem handelt, zeigen die Zahlen: Rund ein Drittel aller Frauen und Mädchen weltweit sind schon Opfer von Gewalt geworden. Die Dunkelziffer ist wohl noch viel höher. Sei es Genitalverstümmelung, sexueller Missbrauch oder häusliche Gewalt: Die Formen sind vielfältig. Auch in Deutschland ist das Phänomen kein kleines: Hierzulande ist jede vierte Frau betroffen. Hilfe finden sie in öffentlichen und privaten Beratungsstellen, aber auch bei der Polizei oder in Frauenhäusern. Gerti Achtner, Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Ingolstadt, betont jedoch, dass von Seiten der Politik mehr getan werden muss. Auch Mojgan Hajifaraji von amnesty international kritisiert, dass Einrichtungen wie Frauenhäuser oft dem Sparstift zum Opfer fallen. Doch gerade diese Angebote sind Anlaufstellen für Frauen in Not, denen es meist schwer fällt über ihre Situation zu reden. Auch dabei soll die Aktion helfen. Zusammen mit den Tänzern von N!s company setzte Ingolstadt deshalb ein Zeichen der Solidarität.

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