„Finanzierung mehr als fraglich“

Gerolsbach (intv) „Bei einer solchen Gesellschaft kann man damit rechnen, dass die gemeindliche Einlage bis zum Totalverlust führen kann.“ Es sind schwere Geschütze, die der fraktionslose Gemeinderat Stefan Maurer gegen Bürgermeister Martin Seitz (CSU) auffährt. Seitz plant einen Windpark im Gröbener Forst bei Gerolsbach. Der soll unter anderem vom Kommunalunternehmen der Gemeinde (KUG) finanziert werden. Außerdem können sich auch die Gerolsbacher selbst daran beteiligen, über die Bürgerenergiegenossenschaft Pfaffenhofen. Insgesamt 14,3 Millionen Euro sollen die drei Windräder im Wald kosten, 30 Prozent davon werden aus Eigenkapital finanziert. Das Bayernwerk ist ebenfalls an dem Projekt beteiligt, mit einer Million Euro. Bürgermeister Seitz: „Wir haben uns auch einen strategischen Partner gewünscht, damit wir jemanden haben, der von der Technik auch eine Ahnung hat, wenn sie mal nicht funktioniert.“ Das KUG trägt 2,17 Millionen Euro und die Bürgergenossenschaft eine Million. Die Fremdkapitalquote liegt damit bei 70 Prozent. Stefan Maurer hatte im Gemeinderat beantragt, die Bürger zu dem Projekt zu befragen. Dieser Antrag wurde allerdings abgelehnt. Nach Ansicht von Bürgermeister Seitz kam er drei Jahre zu spät. Maurer kritisiert im Interview mit intv, dass er selbst als Gemeinderat keinen Zugang zu wichtigen Unterlagen der Planung bekommen hat. Auch nicht zu einem Gutachten über die Windstärken am geplanten Standort.