Finanz- und Heimatminister Markus Söder auf dem Berchinger Rossmarkt

Berching (intv) Sonnenschein und Schnee wären sicher besser gewesen für den Berchinger Rossmarkt. Trotzdem kamen am heute Vormittag bei nass-kaltem Wetter rund 20.000 Besucher auf das größte eintägige Wintervolksfest in Bayern. Rund 150 fesch herausgeputze Pferde gab es in der mittelalterlichen Stadt an der Sulz zu sehen. Für die traditionelle Kundgebung war Bayerns Finanz- und Heimatminister Dr. Markus Söder das politische Zugpferd. Auch zahlreiche Händler und Geschäftsleute boten ihren Waren feil, von warmen Stricksachen bis hin zur heissen Rosswurst. Die Ursprünge der Rossschau gehen zurück bis ins 17. Jahrhundert. Damals verlangte eine Vorschrift von den Pferdebesitzern, ihre Tiere bei Gesundheitsuntersuchungen vorzuführen. Früher waren Pferde wertvolle Helfer in der Land- und Forstwirtschaft, ein krankes Pferd der Schrecken aller Bauern. Ab 1925 gab es einen Pferde- und Fohlenmarkt in Berching. Heute werden auf dem Rossmarkt keine Pferde mehr verkauft, sondern in ihrer ganzen Pracht von den stolzen Besitzern gezeigt.