Feuerwehr blickt einen Tag nach Tanklastzug-Brand zurück

Schrobenhausen (intv) Es war ein Erlebnis, das viele Feuerwehrmänner so schnell wohl nicht mehr vergessen werden. Am Montagnachmittag haben die Einsatzkräfte den Notruf bekommen: Ein brennender Tanklaster, beladen mit 25.000 Liter Diesel und 10.000 Liter Benzin. Feuerwehrmänner aus allen umliegenden Gemeinden waren im Kampf gegen die Flammen im Einsatz – und haben dabei ihr Leben aufs Spiel gesetzt.

Der beißende Geruch nach verbrannten Materialien steigt einem sofort in die Nase. Wo am Montag noch ein Tanklastzug zu explodieren drohte, sind einen Tag später Bauarbeiter damit beschäftigt, das Chaos zu beseitigen.

Rückblick: Der Fahrer eines Tanklastzugs war am Montag gegen 14 Uhr in Schrobenhausen unterwegs, als er den Brand an seinem Fahrzeug bemerkt und einen Notruf abgesetzt hat. Anstatt den Tanklaster sofort zu verlassen, setzte der Mann sein Leben aufs Spiel und ließ sich von der integrierten Leitstelle aus der Stadt leiten. Auf der Staatsstraße zwischen Aresing und Schrobenhausen konnte er das Fahrzeug schließlich unverletzt verlassen. Danach war es Aufgabe der Feuerwehr, den Brand unter Kontrolle zu bekommen. Ein Einsatz, der selbst erfahrene Feuerwehrmänner an ihre Grenzen gebracht hat.

„Die große Rauchsäule, die wir schon am Feuerwehrhaus gesehen haben, die Spuren auf der Straße, die brennenden Teile kilometerweit vor der eigentlichen Einsatzstelle. Dann der eigentliche brennende LKW. Zusätzlich der Fahrer, der mir die Info gegeben hat, dass sich ca. 30.000 Liter Treibstoff in dem Fahrzeug befinden. Das alles ging mir durch den Kopf.“, erzählt Robert Ottillinger, stellvertretender Kommandant der Feuerwehr Schrobenhausen.

Das Dramatische: Der Fahrer war mit seinem brennenden Tanklaster 20 Minuten unterwegs, der Treibstoff hat sich deshalb enorm erhitzt. Die Feuerwehr musste davon ausgehen, dass das Fahrzeug jeden Moment explodiert. Die Löscharbeiten – ein Wettlauf gegen die Zeit, an dem ca. 100 Einsatzkräfte beteiligt waren.

„Ich hab noch nie ein Fahrzeug mit einer Mannschaft in so einen Gefahrenbereich geschickt. Es gab nur die Möglichkeit zu löschen, wenn nicht, dann wäre er nach einer Zeit doch explodiert denke ich. Es war ein Fahrzeug mit drei Mann in Lebensgefahr.“, so Ottillinger weiter.

Die Feuerwehrmänner waren circa zehn Stunden im Einsatz. Als das Tankrohr gegen 23 Uhr abgekühlt war, haben sie den Kraftstoff schließlich abgepumpt. Der Fahrer des Lastzugs ist bereits am Dienstagvormittag mit der übrigen Zugmaschine wieder zurück nach Memmingen gefahren.