Fertigstellung von Bauprojekten in Schrobenhausen leicht verzögert

Schrobenhausen (intv) Es wird gebaut in Schrobenhausen: Im Norden der Stadt entsteht eine neue Umgehungsstraße. Der Stadtteil Mühlried freut sich unterdessen auf eine nagelneue Grundschule. Gestern Abend wurde der Stadtrat über den Stand der Bauprojekte informiert.

Bereits seit vergangener Woche rollt der Verkehr auf der so genannten Rainerauspange im Norden der Stadt, die das Kreiskrankenhaus mit der Neuburger Straße verbinden wird. Und das, obwohl das Bauvorhaben erst etwa zur Hälfte fertig ist: Weil am westlichen Ende noch ein weiterer Kreisverkehr entsteht, wurde die neue Umgehungsstraße einfach zur Umleitung umfunktioniert. Mit der Fertigstellung rechnet man frühestens Ende Oktober, da während der Bauphase unerwartete Probleme auftauchten. „Zum einen haben wir drei nicht vermerkte Drainagen entdeckt, dieses Wasser muss ordnungsgemäß abgeführt werden“, erläutert Tiefbauamtsleiter Helmut Rischer. Der Untergrund entpuppte sich zudem als weniger tragfähig als berechnet; auch musste ein bestehender Kanal verlegt werden, da er nicht den Bestandsplänen entsprach. „Die neueste Entdeckung haben wir heute gemacht: Unter der Neuburger Straße befindet sich eine alte Fahrbahndecke, die eventuell entsorgt werden muss“, so Rischer. Die Gesamtkosten des Projekts werden sich nun auf mindestens 1,8 anstatt geplante 1,6 Millionen Euro belaufen.

Gebaut wird auch in Mühlried. Die komplette Grundschule will demnächst nach nebenan umziehen; hier entsteht seit vergangenem Jahr für 10 Millionen Euro ein moderner Neubau inklusive Turnhalle. Den anvisierten Fertigstellungstermin 15.09. könne man jedoch nicht halten, so Axel Westermair, Leiter des Schrobenhausener Stadtbauamtes. Durch Probleme beim Estrichverlegen seit eine Verzögerung von sechs bis acht Wochen entstanden. Auf die Gesamtkosten habe das jedoch keinen Einfluss, so Westermair.

Über eine neue Turnhalle darf sich auch schon bald die Maria-Ward-Realschule freuen. Bauherr ist das Schulwerk der Diözese Augsburg; die Stadt Schrobenhausen hat sich aber mit einem satten Zuschuss in Höhe von 600.000 Euro beteiligt und konnte sich deshalb nun ein Nutzungsrecht für städtische Veranstaltungen sichern. „Vielleicht erleben wir den nächsten Neujahrsempfang ja bereits in der Event-Halle an der Rot-Kreuz-Straße“, liebäugelte Bürgermeister Karlheinz Stephan (CSU).