Feinstaub-Belastung in Ingolstadt

Ingolstadt (intv) Die Partikel sind kleiner als ein Hundertstel Millimeter und haben es in sich: Feinstaub kann die Atemwege schädigen, Lungenkrankheiten verschlimmern und Herzkreislauferkrankungen verursachen. Vor allem chronisch kranke Menschen sind anfällig. Im Schnitt sind laut Umweltbundesamt 47.000 vorzeitige Todesfälle im Jahr auf hohe Feinstaubbelastung zurückzuführen. Und jetzt schlägt die Behörde Alarm. Die Feinstaub-Belastung hat in manchen Städten bereits jetzt die erlaubte Jahresdosis erreicht. In Ingolstadt wurde der Grenzwert von 50 Mikrogramm pro Kubikmeter Luft von Januar bis April 13 Mal überschritten. Zulässig sind laut einer EU-Richtlinie maximal 35 Überschreitungen pro Jahr.„13 Überschreitungen klingt zunächst relativ viel. Tatsache aber ist, dass aufgrund der klimatischen Bedingungen die Überschreitungen bisher immer im Frühjahr stattgefunden haben. Im Vergleich zum Vorjahr liegen wir absolut im Mittelmaß“, sagt Gerd Treffer, Pressesprecher der Stadt Ingolstadt.

In Ingolstadt ist die Lage also nicht dramatisch. Auch das Landesamt für Umwelt in Augsburg teilt diese Einschätzung, wie uns ein Pressesprecher telefonisch mitgeteilt hat. Aussagen über eine Jahrestendenz könne man keine treffen. Denn Grundsätzlich sind die meisten Überschreitungen bei Inversionswetterlagen zu beobachten, die häufiger im Frühjahr auftreten.

Die Messestelle des bayerischen Landesamts für Umwelt befindet sich an der Kreuzung Rechberg-Dreizehnerstraße. Hier werden die Luftschadstoffe erfasst.