FDP besucht Existenzgründerzentrum

Ingolstadt (intv) Es ist still geworden um die FDP. Gebeutelt durch Wahlschlappen und dem Ausscheiden aus Bundestag und bayerischen Landtag sucht die FDP nun fieberhaft nach einem Weg aus der Krise. Gemeinsam mit FDP-Landeschef Albert Duin besuchte die Ingolstädter FDP das Existenzgründerzentrum im Ingolstädter Norden. Dort ist Hannes Schleeh seit vier Tagen im Amt, als neuer Leiter des Existenzgründerzentrums. Und sogleich steht politischer Besuch an, Karl Ettinger, Stadtrat und Vorsitzender der Ingolstädter FDP, macht sich gemeinsam mit Landesvorsitzenden Albert Duin ein Bild der Schanzer Start-Ups. „Existenzgründer, junge Unternehmer passen einfach zu uns. Sie sind in besonderer Weise wichtig, weil auf ihren Schultern lastet letztendlich die komplette Gesellschaft, sie ziehen den ganzen Wagen“, betont FDP-Kreisvorsitzender Karl Ettinger.

Albert Duin ist selbst erfolgreicher Unternehmer. Seit November 2013 versucht der 60-Jährige nun auch als Landeschef ein weiteres Produkt wieder unter die Leute zu bringen: die FDP: „Wir haben noch lange nicht mit der Vergangenheit abgeschlossen und aus der Basis und aus dem Kommunalen können wir wieder wachsen. Wir haben ein Riesenproblem, aber sie sehen, wenn in einem Ort wie hier in Ingolstadt unsere Leute bekannt sind, dann werden sie auch in den Kommunalwahlen gewählt. Es ist wahnsinnig schwierig, eine bundespolitische Basis darzustellen, wenn wir in den Medien nicht mehr vorkommen.“

Hier im EGZ können junge Start-Ups Wurzeln schlagen, bis sie reif für den freien Markt sind. Das Team um Hannes Schleeh stellt ihnen Räume, Beratung und Service zur Verfügung. Etwa 868.000 Menschen haben sich 2013 selbstständig gemacht. So wie die Existenzgründer für ihre Idee brennen und aus Überzeugung handeln, genauso sieht auch Karl Ettinger seine Parteitruppe im Rücken: „Die FDP hat sich gesund geschrumpft, wenn man so will. Wer jetzt noch bei der FDP ist, ist Überzeugungstäter.“

Diese Überzeugungstäter wurden gestern Abend bei der Mitgliederversammlung für ihre Treue geehrt, darunter auch Gerti Gottinger. Sie erhielt für 40 Jahre Zugehörigkeit eine Urkunde und eine Theodor-Heuss-Medaille überreicht. Sie haben auch in schweren Zeiten zur Partei gestanden, so Ettinger.