FC Ingolstadt scheitert an VfL Wolfsburg

Ingolstadt (intv) Der FC Ingolstadt 04 hat im DFB-Pokalachtelfinale mit einem 1:2 (1:0) beim VfL Wolfsburg den Einzug unter die letzten Acht verpasst. Dabei hatten die Ingolstädter lange eine Überraschung gegen den Erstliga-Sechsten vor Augen. Caiuby – ausgerechnet der Ex-Wolfsburger – hatte die Schanzer bereits nach 17 Minuten mit einem Konterlauf über den halben Platz mit 1:0 in Führung gebracht, die der Zweitligist gegen ideenlose Gastgeber auch clever bis zur 66. Minute verteidigen konnte. Dann allerdings benötigte der Favorit die kräftige Unterstützung von FC-Schlussmann Ramazan Özcan um das Spiel zu drehen.  Bei einem leicht abgefälschten Distanzschuss von Naldo machte Özcan keine gute Figur – völlig aus dem Nichts der Ausgleich. Und kurz vor Schluss ließ der Schanzer Torwart auch noch einen Perisic-Schuss in bester Volleyball-Manier nach vorne abprallen, so dass der ebenfalls eingewechselte Ivica Olic nur noch zum 2:1-Endstand abstauben brauchte. Zwei Patzer von Özcan – der Traum vom Viertelfinale damit ausgeträumt.  Die Umstellungen von FC-Trainer Ralph Hasenhüttl – die Routiniers Mijatovic, Cohen und Hajnal sowie U21-Nationalstürmer Hofmann kehrten in die Startelf zurück – machten sich lange bezahlt, nur der ganz große Wurf wollte trotz einer sehr disziplinierten Vorstellung am Ende nicht gelingen.

Hasenhüttl war nach dem Spiel auch nicht gut auf seinen Torwart zu sprechen – allerdings nicht wegen der zwei Gegentore. Özcan eilte nach dem Schlusspfiff sofort in die Kabine und blieb dem obligatorischen Mannschaftskreis fern. Dieser dritte „Patzer“ wurde aber unter vier Augen bereits ausgeräumt. „Rambo hätte sich diesen Schuh nach dem Spiel anziehen müssen – auch gegenüber der Mannschaft. Solche Spiele sind auch wichtig für die Entwicklung eines Spielers. Das habe ich ihm auch unter vier Augen klar gesagt. Sportlich weiß er selbst, dass er zwei mal gepatzt hat. Aber er hat uns auch schon viele Spiele gerettet. Den Rambo kriegen wir schon wieder hin bis zum nächsten Spiel“, so Hasenhüttl am Tag danach. Da hatte der FCI-Coach natürlich auch schon wieder den Blick nach vorne gerichtet. Denn schon am Sonntag gegen Energie Cottbus und am folgenden Spieltag bei Erzgebirge Aue stehen zwei wichtige Auswärtsaufgaben gegen zwei Mannschaften auf Tabellen-Augenhöhe auf dem Programm, die auch maßgeblich über eine entspannte Adventsstimmung zur Winterpause entscheiden werden.

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