FC Ingolstadt im Vorbereitungs-Endspurt

Ingolstadt (intv) Nur noch zehn Tage, dann wird es wieder ernst für den FC Ingolstadt 04. Am 09. Februar startet für die Schanzer das Unternehmen Klassenerhalt beim Karlsruher SC, aber nicht nur die Vorbereitung befindet sich in der heißen Phase. Auch das Transferfenster schließt am 31. Januar und vor allem hinter drei Spielern steht noch ein großes Fragezeichen.

Trainer Ralph Hasenhüttl betont zwar immer wieder, dass man keinen Spieler wegschicken werde und jeder sich mit guten Leistungen in die Mannschaft spielen kann, doch Stürmer Manuel Schäffler und Offensivakteur Reagy Ofosu stehen schon seit längerem auf der Verabschiedungsliste. Hier könnte durchaus noch etwas passieren, bei Colin Quaner hat sich die Ausgangslage hingegen geändert. Als bester Scorer in der Vorbereitung hat sich der Offensivspieler wieder positiv in Erinnerung gerufen und könnte der große Gewinner der Vorbereitung werden – selbst wenn es am Ende eine Empfehlung für einen neuen Verein werden sollte.

Mit dem 2:0-Testspielsieg gegen die Amateure des FC Bayern München am Mittwoch-Abend war Hasenhüttl insgesamt zufrieden, taktisch konnten bereits einige Varianten gut umgesetzt werden – nur die Chancenverwertung und vereinzelte Abstimmungsprobleme in der Abwehr müssten bis zum Punktspielauftakt abgestellt werden. Als letzter – und erster wirklicher Härtetest – steht am 01. Februar noch die Generalprobe gegen Erzgebirge Aue auf dem Programm, in der sich das vom Trainer schon angedeutete neue Schanzer Gesicht weitestgehend herauskristallisieren dürfte.

Härtefälle sind dabei natürlich vorprogrammiert. Während die Comebacker Andreas Buchner und Christian Eigler noch Nachholbedarf in Sachen Match-Fitness haben, birgt der Konkurrenzkampf um die Stammplätze auch einiges an Konfliktpotential. Die Position in der Innenverteidigung neben Marvin Matip ist heiß umkämpft, hier stehen mit Andre Mijatovic und Ralph Gunesch gleich zwei Routiniers, sowie mit Roger eine bekannte und mit Morales eine neue Variante zur Verfügung.

Auch im Offenivbereich wird es eng. Neuzugang Stefan Lex hat mit seiner Schnelligkeit neue Möglichkeiten geschaffen, mit Hartmann, Caiuby, Hofmann, Lappe, Quaner und Tamás Hajnal hat Hasenhüttl die Qual der Wahl, wobei vor allem der Ungar Hajnal noch eines der interessantesten Fragezeichen werden könnte. Als Hoffnungsträger verpflichtet und mit einem „Rentenvertrag“ ausgerüstet stand der Nationalspieler in den neun Spielen unter Hasenhüttl nur einmal in der Startelf. Zwar musste sich der 32-Jährige auch mit einigen Blessuren herumschlagen, im taktischen System von Hasenhüttl muss Hajnal aber auch noch seine Rolle finden.

Für den Trainer allerdings alles kein Problem, kann er doch aus dem Vollen schöpfen – und in Sachen unzufriedene Spieler stellt der Österreicher eh klar: „Natürlich ist man als Trainer immer gefordert, dass alle Spieler auch das Gefühl haben gebraucht zu werden. Und jeder kann sich über Leistung empfehlen, dass der Trainer auch gar nicht mehr um einen herumkommt. Aber die Mannschaft, der Teamgeist müssen immer im Mittelpunkt stehen. Wer sich hier im Training hängen und das Team im Stich lässt, der bekommt es mit mir zu tun.“