FC Ingolstadt geht mutig ins Gipfeltreffen mit Düsseldorf

Ingolstadt (intv) Nach dem Spitzenspiel ist vor dem Spitzenspiel. Nach dem vierten 1:0-Sieg in Folge gegen den FC Heidenheim muss der FC Ingolstadt am Freitag-Abend zum Gipfeltreffen der Zweiten Fußball-Bundesliga. Der Spitzenreiter zu Gast beim Tabellenzweiten Fortuna Düsseldorf – mehr Topspiel geht nicht, und beide Mannschaften wollen vor allem eines: ihre Erfolgsserien fortsetzen. „Düsseldorf hat sehr viele Spieler mit Speed, eine sehr homogene, starke Mannschaft. Aber wir sind jetzt über ein Jahr auswärts ungeschlagen. Wenn einer Düsseldorf schlagen kann – dann sind wir das“, zeigt sich FC 04-Trainer Ralph Hasenhüttl nicht nur optimistisch, sondern vor allem kämpferisch: „Wir werden uns ganz sicher nicht verstecken. Wir werden unseren Fußball, der mittlerweile perfekt zu uns passt, weiter hochhalten. Und das kann ich versprechen: solange ich hier Trainer bin, werden wir auch diesen Fußball spielen“. Ein Trainer-Ehrenwort also, das sicher auch die Fans gerne hören werden. Gegen Heidenheim waren über 9 000 Zuschauer im Audi Sportpark – ein neuer Saisonrekord, der auch zeigt, dass der Höhenflug inzwischen auch Ingolstadt erfasst hat, die bisher eher zierliche FC-Fan-Pflanze treibt neue Blüten. „Wenn man sieht, wie inzwischen auch die Gegengerade einen gewonnenen Zweikampf oder einen Einwurf wie ein Tor feiert – das gibt der Mannschaft unglaublich viel Kraft“, so Hasenhüttl. In Düsseldorf wird seine Mannschaft aber wieder richtig gefordert sein, 18 ungeschlagene Auswärtsspiele hin oder her. Denn die Fortuna hat in der Zeit unter Oliver Reck so viele Punkte geholt wie kein anderer Zweitligist und ist nach etwas holprigen Start inzwischen mit der besten Offensive der Liga seit acht Spielen ungeschlagen. Doch Hasenhüttl sieht den Druck klar beim Gegner. „Die müssen ja fast schon gewinnen, wenn sie uns einholen wollen. Auch wenn uns ein Punkt reichen würde, wir werden auch in Düsseldorf vor vollem Haus unser Spiel spielen und das heißt wir wollen drei Punkte“. Angesichts von fünf Punkten Vorsprung kann der Österreicher auch relativ entspannt das Topspiel angehen, auch wenn er zum ersten Mal nach acht Spielen seine Startelf ändern muss. Stefan Lex fällt sicher die nächsten Wochen aus, er hat sich das Syndesmoseband im linken Fuß angerissen, der Einsatz von Mathew Leckie ist ebenfalls unsicher, der australische Nationalspieler ist wegen einer Magen-Darm-Grippe angeschlagen, konnte zuletzt aber wieder mittrainieren.