Fastenmeier-Erben: Kontensperrung aufgehoben

Ingolstadt (intv) In der Ingolstädter Klinikumsaffäre gibt es neue Entwicklungen. Die Klinikums GmbH hat den Antrag auf dringlichen Arrest zurückgenommen.

Der Aufsichtsrat des Klinikums hatte Ende November letzten Jahres beschlossen, die privaten Konten des Ex-Klinikumsgeschäftsführers einzufrieren. Mit diesem so genannten dinglichen Arrest wollte das Klinikum seine Schadenersatzansprüche gegenüber dem damals in Untersuchungshaft sitzenden Fastenmeier sichern. Es gab den Verdacht, dass Fastenmeier bereits zuvor Vermögen dem Zugriff enttzogen haben soll, indem er es offenbar an andere übertrug. Fastenmeier hatte sich kurz nach Weihnachten in seiner Zelle erhängt.

Mit seinem Tod war der Schadenersatzanspruch des Klinikums auf die Erben übergegangen. Die hatten gegen das Einfrieren – also den dinglichen Arrest geklagt. Der für kommende Woche deshalb anberaumte Termin vor dem Landgericht Ingolstadt ist damit hinfällig. Fastenmeier war wegen Untreue, Bestechlichkeit und Vorteilsnahme angeklagt. Das Klinikum beziffert den entstandenen Schaden auf über 2 Millionen Euro.