Fairtrade-Modegeschäft eröffnet in Eichstätt

Eichstätt (intv) Seit Ende September darf sich Eichstätt mit dem Siegel Fairtrade-Stadt schmücken. Die Domstadt setzt damit ein Zeichen für gerechtere Arbeitsbedinungen in Produzentenländern der Dritten Welt. Den Großteil machen dabei Lebensmittel aus, wie fair gehandelte Schokolade oder Kaffee. Das ist aber längst noch nicht alles, sagen sich Katazyna Fidos und Julia Schwarzer. Die beiden Studentinnen eröffnen morgen einen Fairtrade-Modeladen im Herzen Eichstätts. Genauer gesagt in der Pfahlstraße, hier entsteht „fairwandel“. Katarzyna Fidos und Julia Schwarzer räumen noch fleißig ein, die Vorbereitungen auf die große Geschäftseröffnung morgen laufen auf Hochtouren. Das Sortiment erstreckt sich von Damen bis Herrenmode, Oberbekleidung und Accessoires, alles von Herstellern, die auf faire Produktion Wert legen: „Die Fairtrade-Ware beziehen wir von Produzenten, die über Siegel wie „Fairtrade“ oder „Fair wear“ verfügen, oder die selbst Produktionsbedingungen überprüfen. Die eben berücksichtigen, dass da Menschen arbeiten und nicht Roboter. Wir verkaufen Mode, hinter der keine Sklavenarbeit und keine umweltschädliche Produktion steht“, erklärt Katarzyna Fidos. Sie schreibt derzeit an ihrer Doktorarbeit über alternative Wirtschaftssysteme.

Die beiden Studentinnen haben sich bereits eine WG geteilt, die gemeinsame Geschäftsidee ließ sie schließlich den mutigen Schritt in die Selbstständigkeit wagen. „Gerade im Lebensmittelbereich wird schon sehr viel mit „Fairtrade“ gearbeitet und es ist schon mehr beim Kunden angekommen, aber gerade im Textilbereich gibt es relativ wenig Möglichkeiten. Bevor man sich immer beschwert, dass es nicht gut genug läuft und dass zu wenig für diese Idee getan wird, muss man einfach mal anpacken und selbst etwas machen“, so Julia Schwarzer.

Das Modegeschäft ist zweigeteilt, im vorderen Teil bieten die 34 und 27 Jahre alten Unternehmerinnen fair gehandelte Kleidung größtenteils aus Hanfgarn an, im hinteren Teil Second Hand Mode. Gerne nehmen die beiden auch gebrauchte Teile auf Kommissionsbasis an. Ein Highlight im Winter werden wohl auch die Wollaccessoires einer chilenischen Strickerin sein.

Die Eröffnung findet morgen von 10 bis 18 Uhr mit kulturellem Programm und fairem Buffet statt. Faires Shoppen bei Jazz- und Latinmusik, lassen Sie sich „fairwandeln“.