„Fair Future II“ – Gymnasiasten überdenken ökologischen Fußabdruck

Ingolstadt (intv) „Wir haben aber nur eine Erde – und die muss ausreichen“, mit diesen Worten erhielt Stefan Simonis von der Bildungskampagne „Fair Future II“ die volle Aufmerksamkeit der Gymnasiasten in der Turnhalle des Katharinengymnasiums. Denn wenn jeder Mensch so leben würde, wie wir Deutschen, mit einem ökologischen Fußabdruck von sechs Fußballfeldern pro Kopf, bräuchten wir drei Planenten. Und die haben wir nicht. Deshalb lautet die Devise: Ressourcen sparen – und zwar nachhaltig. Mit dem Begriff „ökologischer Fußabdruck“ ist die bioproduktive Fläche an Ressourcen gemeint, die wir für unseren Lebensstil beanspruchen. Darunter fallen Ernährung, Mobilität, Konsum und Energiebedarf. „Die Kinder sollen im Prinzip erfahren, wie die Situation derzeit aussieht, wie sich unser Ressourcenverbrauch darstellt, was das für Konsequenzen hat und wir zeigen ihnen auch Möglichkeiten, wie bereits darauf reagiert wird, welche Initiativen es gibt, um den Ressourcenverbrauch zu reduzieren, beispielsweise Transition Town – Initiativen. Wir versuchen mit den Schülern ins Gespräch zu kommen, ob sie das für nötig halten“, erklärt Stefan Simonis.

Anscheinend ja, denn nach dem 40-minütigen Film über die Wege zu einer gerechteren Zukunft entsteht eine lebhafte Diskussion. Eine Schülerin beschreibt ihre vegane Lebensweise, denn Fleischkonsum benötige immense Ressourcen, sagt sie. Aber bereits ein Überdenken der eigenen Gewohnheiten im Alltag kann schon viel bewirken, weiß Ernst Schiller, Lehrer und Fachbetreuer für Biologie. Er hat „Multivision“ ans Katharinen-Gymnasium geholt: „Sie können zum Beispiel anhand ihres Einkaufverhaltens entscheidend mitwirken, zusammen mit ihren Eltern Anschaffungen diskutiern, das Urlaubsverhalten, ihr Freizeitverhalten besprechen und überdenken und damit kann man schon allerhand erreichen. Auch das persönliche Verbrauchsverhalten zu Hause, angefangen bei Waschmittel, Hygiene bis hin zu jedes Jahr ein neues Handy, da gibt es unzählige Punkte, wo man Ressourcen einsparen kann.“

Mit dem multivisonären Vortrag hat Biologe Stefan Simonis an deutschen Schulen weitestgehend positive Erfahrungen gemacht und merkt, viele Schüler bewegt dieses Thema. Denn es ist ihre Generation und die ihrer Kinder, die das Problem Klimawandel und Ressourcenknappheit maßgeblich betreffen werden.

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