Fachkräftemangel beschäftigt die Region: Unternehmen müssen kreativ sein

Ingolstadt (intv) Wer bei Stellenanzeigen einmal genauer hinsieht, dem fällt auf: Fachkräfte werden gesucht. Manches Unternehmen möchte vielleicht sogar sagen händeringend. Der Fachkräftemangel wirkt sich auch auf die Region immer mehr aus. Damit einher geht ein Konkurrenzkampf um die besten Arbeitskräfte. Noch vor einigen Jahren hat sich zum Beispiel die Firma Weitner aus Eichstätt um ausreichend Bewerber keine Sorgen machen müssen. Aber die Auswahl wird kleiner. Waren es früher rund achtzig Bewerbungen pro Jahr sind es jetzt nur noch knapp dreißig. Damit geht es dem Unternehmen zwar immer noch gut, nachdenklich stimmt es den Firmenchef trotzdem. Der Konkurrenzkampf zwischen den verschiedenen Branchen und Unternehmen ist groß und beginnt schon an den Schulen. Diese Veränderung beobachtet auch Elke Christian. Die Geschäftsführerin der IHK Ingolstadt sagt, dass mit dem demografischen Wandel neue Herausforderungen auf jungen Menschen wartet. Es sei schwieriger die Auszubildenden in die richtigen Betrieben zu bringen. „Da hat jeder so seine Aufgabe in diesem Wettbewerb zu bestehen,“ so Christian weiter. Es ist nicht mehr so, dass nur Bewerber ihren Lebenslauf attraktiv gestalten müssen. Inzwischen müssen auch Firmen mehr bieten als ein gutes Gehalt. Aufstiegschancen, Weiterbildungsmöglichkeiten und soziale Absicherung sind nur einige Beispiele. Natürlich spielt auch der Ruf des Unternehmens eine wichtige Rolle. Audi ist in der Region eines der Unternehmen, die sich keine Sorgen machen müssen. Allein im letzten Jahr haben sich 130.000 Fachkräfte auf 4.500 Stellen in Ingolstadt und Neckarsulm beworben. Aber auch kleinere Betriebe können für Fachkräfte interessant sein. Heinz Weitner nutzt vor allem Lehrstellenbörsen an Schulen, um den Bekanntheitsgrad seiner Firma bei den Fachkräften der Zukunft zu steigern. Er hofft so, den Fokus weg von den Großbetrieben und weiterführenden Schulen hin zu mehr beruflichen Perspektiven vor Ort zu richten.

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