Exportunternehmen in der Region

Ingolstadt (intv) Fast die Hälfte der Industriebetriebe in der Region ist im Exportgeschäft tätig. Auch für kleine und mittelständische Unternehmen werden Märkte im Ausland immer wichtiger. Die Ingolstädter Firma Poly-M exportiert bereits seit 1981 ihre Spielwaren erfolgreich ins Ausland. 2012 wurde das Unternehmen sogar mit dem bayerischen Exportpreis ausgezeichnet.

Wie viele gute Erfindungen wurde auch das Steckbausystem von Poly-M in einer Garage entwickelt. Ingenieur Anton Meyer hatte das Spielzeug ursprünglich nur für seine Kinder gemacht. Nun ist es in über 50 Ländern erhältlich. Ein frühzeitiger Schritt in Richtung Export hat den Grundstein für den Erfolg des Unternehmens gelegt. So nahm Poly-M 1981 an der internationalen Spielwarenmesse in Nürnberg teil und erhielt dort den ersten internationalen Auftrag aus Italien. Das Steckbausystem, das aufgrund fehlender Ecken und der Möglichkeit rund zu bauen , sich von anderen Stecksystemen abhebt, konnte von da an immer mehr internationale Auftraggeber überzeugen. Der deutsche Markt spielt für die Firma eher eine untergeordnete Rolle. 90 Prozent des Umsatzes macht das Unternehmen im Ausland. Den größten Anteil daran haben Länder wie Japan, Südkorea und Australien. In Europa ist der Hauptabnehmer Frankreich.

Um im Export erfolgreich zu sein, gilt es sich frühzeitig zu informieren. Nicht nur viele bürokratische Besonderheiten sind zu beachten. Es gilt auch Sprachhürden zu meistern und internationalen Sicherheitsbestimmungen zu entsprechen. Hierfür gibt es vielfältige Beratungsmöglichkeiten, unter anderem bei der IHK. Für die Region 10 gibt es beispielsweise einen eigenen Exportberater. Das Angebot wird von den Firmen rege genutzt. Allein 2013 fanden 57 individuelle Beratungsgespräche statt. Zudem gibt es viele weitere Angebote, wie zum Beispiel Außenhandels- und Zollseminare. Auch wird regelmäßig ein Internationales Frühstück abgehalten, bei dem über Probleme und Voraussetzungen des Exports gesprochen wird. Das nächste Internationale Frühstück findet am 13. Mai zu den Themen Exportkontrolle und Fördermittel im Auslandsgeschäft statt.

In Bayern werden 54 Prozent des Umsatzes im Ausland erwirtschaftet. Auch in der Region sind viele Unternehmen bereits im Export tätig. Allein im Bereich Ingolstadt-Pfaffenhofen sind 1920 Firmen international tätig.

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