Ex-Freundin mit Auto überfahren: Vier Jahre und drei Monate Haft

Ingolstadt (intv) Er hat seine Ex-Freundin mit dem Auto überfahren und somit ihren Tod in Kauf genommen. Im Prozess wegen versuchten Mordes gegen einen 42-jährigen Rumänen wurde heute am Ingolstädter Landgericht das Urteil verkündet. Eine Tötungsabsicht sei dem Angeklagten nicht nachzuweisen. So habe er gebremst, als er auf seine Ex-Freundin zufuhr und sie auch danach weder gewürgt noch sonst eine weitere tödliche Handlung an ihr vollzogen. Deshalb wurde er wegen vorsätzlicher schwerer Körperverletzung in Tateinheit mit einem schweren Eingriff in den Straßenverkehr zu vier Jahren und drei Monaten Haft verurteilt. Das Strafmaß betreffend wäre eine Haft zwischen einem und zehn Jahren möglich gewesen. Zu Gunsten des Angeklagten sprach aber, dass es eine spontane, affektive Tat war. Zudem hat er sich weitgehend geständig gezeigt und sich bei der Geschädigten entschuldigt. Auch die Tatsache, dass der Angeklagte zwei Kinder hat sprach für ein geringeres Strafmaß. Da der Angeklagte jedoch rücksichtslos und heimtückisch gehandelt hat und zudem eine äußerst gefährliche Gewalthandlung vollzogen hat bei der gleich zwei Menschen verletzt wurden, wurde die Strafe auf vier Jahre und drei Monate festgelegt. Wahrscheinlich wird er nur einen Teil davon in deutscher Haft verbringen. Zur Halbstrafe wird er einen Abschiebeantrag nach Rumänien stellen, so seine Verteidigerin Andrea Kremer und somit vorzeitig aus dem Gefängnis kommen. Hierfür muss er sich dazu verpflichten, mindestens 10 Jahr enicht mehr nach Deutschland zu kommen. Dies wolle ihr Mandant jedoch ohnehin nicht, so Kremer, da er in Rumänien zusammen mit seinem Bruder und seinen Kindern sein Leben wieder auf die Reihe bekommen wolle.

Sowohl die Staatsanwaltschaft als auch die Verteidigung haben das Urteil akzeptiert. Es ist somit rechtskräftig.

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