„Europa – Matt in fünf Zügen“

Ingolstadt/Neuburg (intv) „Europa – Matt in fünf Zügen“ – Der Titel ist Programm in Ingolstadt. Anlässlich der Landesausstellung zum Thema Napoleon und Bayern im Neuen Schloss, haben Künstler aus der gesamten Region ein umfangreiches Rahmenprogramm auf die Beine gestellt. So auch das Neuburger Volkstheater, das in Ingolstadt, im Kulturzentrum neun auf der Bühne steht. Gespielt wird ein Stück aus der Feder des Eichstätter Autors Florian Schmidt. Landkreisübergreifend sozusagen. Und das Theater erhält prominente Unterstützung: Mit im Ensemble dabei ist Werner Rom, bekannt aus der BR-Serie „Dahoam is dahoam“. Regisseur Norbert Heine weist die 22 Schauspieler  bei der Hauptprobe ein, alles muss stimmen: Licht, Technik, Requisiten. Schließlich ist in drei Tagen Premiere. Und dazu fahren die Neuburger einiges auf: „Das Publikum wird tatsächlich in den Szenen sitzen, das generieren wir mit vier Beamern, die Informationen links und rechts an die Mauer projizieren. Wir werden eine Zeitreise machen, sodass das Publikum dank der medialen Technik auch weiß, wo sind wir gerade und Informationen transportiert werden“, erklärt Regisseur Norbert „Noppo“ Heine.

Der Ingolstädter Verein für Schachförderung brachte den Stein ins Rollen, Napoleon war bekannt für seine Strategischen Feldzüge, aber auch Schachpartien von ihm sind überliefert. Im Stück „Europa – Matt in fünf Zügen“ werden Spielfelder zu Ländern, einzelne Spielfiguren zu gesamten Armeen. Sonst als Landrat Lorenz Schattenhofer in „Dahoam ist Dahoam“ vor der Kamera, hat sich Werner Rom für die Neuburger Kollegen zur Rolle des Schachlehrers von Napoleon hinreißen lassen. „Das ist schon ein großer Unterschied zu dem, was ich sonst bei der täglichen Serie mache, das hier ist auch für mich Abenteuer. Ich kenne das Neuburger Volkstheater, wir haben schon öfters zusammen gespielt und wenn es irgendwie zwischen meine Dreharbeiten reinpasst, dann versuchen wir das. Sie sind mir entgegengekommen mit Einzelproben. Heute ist der spannende Tag, an dem wir das erste Mal zusammenspielen“, freut sich Rom.

Im Oktober bekam das Theater grünes Licht für die Inszenierung, dann ging alles Schlag auf Schlag. Trotz Zeitdruck wollen die Neuburger mit einer aufwendigen Multimedia-Show und teils hurmorvoll, teils nachdenklichen Szenen das Publikum begeistern. Die Produktion ist eine Zusammenarbeit zwischen dem Kulturamt, dem Haus der Bayerischen Geschichte und dem Volkstheater Neuburg.

Geschichtsunterricht spannend und hautnah, dank aufwendiger 3D-Animationen. Das „königliche Spiel“ zeichnet Napoleons Wirken in fünf Akten. Kaum Fiktives ist in dem Stück zu finden, die Verbindungen zwischen den Figuren beruhen auf historischen Tatsachen. Premiere ist am Sonntag den 30. Mai; am 4./5. und 21. Juni sowie am 1. und 2. August wird die gesamte Halle neun ebenfalls zum historischen Schauplatz.