„Es war ein zu trockenes Jahr“

Eichstätt (intv)  Es fließt kaum noch Wasser über das Schlauchwehr an der Willibaldsbrücke. Das Wasserwerk der Stadtwerke produziert deshalb schon seit Monaten weniger Strom. Wo sonst bis zu 180.000 Kilowattstunden Strom pro Jahr erzeugt werden, waren es heuer knapp 30.000 Kilowattstunden weniger. „Es war ein zu trockenes Jahr, wenig Niederschlag, das haben wir schon deutlich gemerkt“, resümiert Stadtwerke-Chef Wolfgang Brandl.

Auf die Strompreise wirkt sich die Trockenheit kaum aus, nichtsdestotrotz müssen Verbraucher mit höheren Preisen rechnen. „Die Ursachen sind steigende Großhandelspreise auf dem Energiemarkt, die wir schon seit etlichen Monaten feststellen. Diese deutliche Preissteigerung werden nur vor einem geringfügigen Rückgang der Abgabenumlagen begleitet. Wir sind dazu gezwungen zu erhöhen. Für einen normalen Vier-Personen-Haushalt beträgt das brutto etwa 50 Euro im Jahr“, rechnet Brandl.

Auch in Ingolstadt steigen die Strompreise: „Dabei geht es um lediglich um die Erhöhung des Grundpreises, der Arbeitspreis, also der Preis pro Kilowattstunde bleibt konstant. Das sind im Monat etwa zwei bis drei Euro, also 25-30 Euro pro Jahr. Da sind auch die Lohnerhöhungen unserer Mitarbeiter dabei, die geben wir jetzt notgedrungen an unsere Stromkunden weiter“, erklärt Matthias Bolle, Geschäftsführer der Stadtwerke Ingolstadt.