Es bröckelt in Altmannstein – Sanierung des Bergfrieds nimmt Konturen an

Altmannstein (intv) Die mittelalterliche Höhenburg in Altmannstein bröckelt. Im Inneren des Bergfrieds lösen sich Steine. Die Sanierung zieht sich bereits seit Jahren hin, bei unserem letzten Besuch 2016 hatte ein nistender Falke die Arbeiten verhindert.
Doch diesen Winter soll es klappen. „Und es ist fünf vor 12“, sagt Bauingenieur Stefan Lerzer. Das Innere des Bergfrieds gleicht bereits einem Steinbruch. „Es kann sich jeden Moment ein Stein lösen und fallen“. Für Lerzer ist so eine Burgsanierung Alltag, er hat sich auf denkmalgeschützte Objekte spezialisiert.

„Beim Bergfried ist die Innenschale des Bruchsteinmauerwerks zum Großteil verloren gegangen. Das Füllmauerwerk liegt frei und fällt Stück für Stück herunter. Wir wollen ein Gerüst von außen bauen, den Bergfried überbauen und dann von oben nach unten das Gerüst anbringen und den Bergfried wieder instandsetzen“, so Lerzer.
Von seinem äußeren Charme soll der Turm nichts einbüßen. Genauso ist das bei der gegenüberliegenden Ruine geglückt. Hoch oben über Altmannstein trohnt der damalige Palas, oder was von ihm übrig ist. Hier haben versierte Maurer die alten Fugen mit neuem Mörtel ausgebessert. 45.000 Euro hat diese Sanierung gekostet, für den Bergfried rechnet Lerzer mit 120.000 Euro. Es gibt verschiedene Fördertöpfe, doch die decken voraussichtlich nur 20 Prozent der Kosten. Bis zum Frühjahr sollten die Maßnahmen am Bergfried abgeschlossen sein.