Eröffnungssaison der Eichstätter Residenz-Festspiele: Egerer und Schmidt mit von der Partie

Eichstätt (intv) Nächsten Sommer verwandelt sich der Innenhof der Eichstätter Residenz in ein Festivalgelände. Die Residenzfestspiele sollen sich als ein weiteres Kulturhighlight in der Domstadt etablieren. Maßgeblich hat sie ein Mann auf die Beine gestellt, der Eichstätt zufällig auf der Durchreise besucht hat. Veranstalter Marcel Krohn hat beinahe alle Schauspieler beisammen. Welche Theaterstücke im Innenhof des heutigen Landratsamts zu sehen sein werden, weiß er auch schon: „Wir wollen fünf Eigenproduktionen auf die Bühne holen. Es beginnt mit ‚Ein Münchner im Himmel und in der Hölle‘ von Alfons Schweiggert, nach der Erzählung von Ludwig Thoma und dem ‚Brandnerkasper‘ von Franz von Kobell. Ein sehr interessantens Volkstheaterstück. Dann gibt es unter anderem ‚Non(n)sense, ein Broadway-Kult-Musical über fünf Nonnen, die eine Varieté-Show auf die Beine stellen, um die Begräbnisse ihrer Mitschwestern zu finanzieren. Die Oberin wird verkörpert von Veronika von Quast. Dann folgt ein Barockstück, ‚Diener zweier Herren‘ von Carlo Goldoni. Und mit Meister Eder und sein Pumuckl ist auch für die Kleinsten was dabei. Wir haben auch eine Uraufführung: Love, Linda – Das Leben der Mrs. Cole Porter. Das Musical dreht sich um das Leben der Millionärserbin Linda Porter und das des Musik-Genies Cole Porter.“

Krohn war zehn Jahre lang Intendant der erfolgreichen Clingenburg-Festspiele in Klingenberg am Main. Jetzt will er die barocke Kulisse in Eichstätt bespielen und dazu bringt er Hochkaräter aus seinem Ensemble mit. Aber er greift auch auf Schauspieler aus der Region zurück. „Ich freue mich sehr auf meine Rolle, der Diener ist mir quasi auf den Leib geschrieben, quirrlig, witzig, frech. Das Vorhaben von Marcel Krohn ist mutig und Mut muss man unterstützen“, meint Sepp Egerer, Schauspieler aus Neuburg. Auch Theatermacher Florian Schmidt ist mit von der Partie. „Ich soll den Wirt spielen. Sonst bin ich ja als Regisseur vor der Bühne und scheuche die Leute herum, das ist jetzt für mich eine ganz neue Erfahrung“, so Schmidt schmunzelnd.  it Meister Eder und sein Pumuckl ist auch für die Kleinsten was dabei.
Sowohl Landrat Anton Knapp, als auch Oberbürgermeister Andreas Steppberger erhoffen sich mit diesem kulturellen Anreiz noch mehr Besucher in die Stadt zu locken. Krohn will auch Musik-Gastspiele ins Programm mit aufnehmen, es wird etwa 35 Veranstaltungen geben
Der Ticketverkauf startet noch vor Weihnachten.