Erneuter Protest gegen geplante Stromtrasse

Pfünz (intv) Keine Trillerpfeifen, keine lautstarken Rufe. Ca. 150 Bürger haben sich im kleinen Dörfchen Pfünz bei Eichstätt zu einem stillen Protest versammelt. Sie warteten am Freitag Nachmittag auf die Ankunft von Staatsministerin Christine Haderthauer, die zu einer Wahlveranstaltung der Frauen Union Walting geladen war. Die Demonstranten haben die Gelegenheit genutzt, um auf ihre Situation aufmerksam machen. Dazu hat sich eine Bürgerinitiative gegründet, die mittlerweile aus ca. 500 Mitgliedern besteht. Sie setzen sich für eine dezentrale regenerative Energieerzeugung ein. Eine Stromtrasse von Sachsen-Anhalt nach Bayern – ihrer Meinung nach vollkommen überflüssig. Auch bei der Ankunft von Christine Haderthauer blieb es still. Die Bürger wollen keine lautstarken Proteste, sie wollen einzig und allein verstanden werden. Genau deshalb haben Vertreter der Gemeinde Walting ein Schreiben an Christine Haderthauer überreicht, indem sie ihre Ängste und Sorgen zur geplanten Stromtrasse mitteilten. Die Leiterin der Bayerischen Staatskanzlei betonte, sie stehe zur Energiewende. Allerdings: Der Weg weg von der Atomkraft hin zum Kohlestrom sei definitiv keine Lösung. Sie sei überzeugt davon, dass die Trasse nach Meitingen nicht kommen werde. Auch auf Bundesebene seien die Politiker dabei verblieben, dass die Dimensionierung der Stromtrasse noch einmal überarbeitet wird. Vorerst können die Bürger in der Region Altmühltal also aufatmen.

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