Schockanrufe – Tatverdächtiger festgenommen

Ingolstadt (intv) Die Polizei Ingolstadt hat einen Tatverdächtigen gefasst. Er soll an sogenannten „Schockanrufen“ beteiligt gewesen sein.

Eine 78-jährige Rentnerin aus Manching hatte gestern Vormittag einen Anruf von einer weiblichen Person erhalten, die sich als ihre Tochter ausgab. Sie gab vor, durch einen Unfall in einer finanziellen Notlage zu sein und brachte die Rentnerin dazu, kurz darauf einem fremden Mann, der zu ihrer Wohnung kam, 3.000 Euro auszuhändigen.

Am selben Tag erhielten auch zwei Senioren in Kösching einen solchen Schockanruf. Sie gingen auf die Geldforderungen der Täter allerdings nicht ein.

Die Kriminalpolizei konnte die Spuren des Täters nach Ingolstadt in eine Pension zurückverfolgen und dort noch am selben Tag den 22-jährigen Tatverdächtigen festnehmen. Der aus Litauen stammende Mann hat die Tat nach einer ersten Vernehmung eingeräumt. Gegen ihn wurde Haftbefehl erlassen.

 

So können Sie sich vor Betrügern am Telefon schützen:

Fragen Sie den Anrufer nach persönlichen Daten oder Erlebnissen, die nur ein tatsächlicher Verwandter wissen kann. Rufen Sie zudem bei der üblichen Nummer des Verwandten an, um sich zu vergewissern, dass es sich bei dem Anrufer tatsächlich um diesen handelt. Keinesfalls dürfen Sie Geld an Personen übergeben, die Sie nicht kennen. Im Zweifelsfall informieren Sie andere Familienmitglieder oder die Polizei.

Da in der Region vor allem aus osteuropäischen Ländern stammende Senioren die Zielgruppe der Täter sind, informieren Sie bitte auch Personen in Ihrem Bekanntenkreis, die der deutsche Sprache nicht ausreichend mächtig sind, über die Betrugsmasche.