Ermittlungen gegen Audi Chef Stadler

Ingolstadt (intv) Im Rahmen der Abgasaffäre ermittelt die Staatsanwaltschaft München II jetzt auch gegen Audi Chef Rupert Stadler sowie ein weiteres Vorstandsmitglied. Laut übereinstimmenden Presseberichten haben die Ermittler deshalb am Montagvormittag die Privatwohnung von Stadler und dem zweiten Beschuldigten durchsucht. Demnach wird Stadler „Betrug sowie mittelbare Falschbeurkundung“ zur Last gelegt.

Damit gehören erstmals amtierende Vorstände der Audi AG zum Kreis der Personen, gegen die die Staatsanwälte ermitteln. Es geht um die Manipulation der Abgaswerte von Dieselmotoren mit Hilfe so genannter Abschaltvorrichtungen. Insgesamt sollen in Europa und den USA rund 210 000 Fahrzeuge betroffen sein.  Die Behörden zuletzt im Februar Privatwohnungen und ein Büro unter anderem von zwei ehemaligen Audi-Vorständen durchsucht. Insgesamt ist die Zahl der Beschuldigten jetzt auf 20 angestiegen.

Unterdessen hat Audi heute bekannt gegeben, dass der Absatz im Mai 2018 über dem des Vorjahresmonats lag. Die Marke mit den vier Ringen verkaufte weltweit 0,7 % mehr Fahrzeuge. Allerdings räumt Audi in Europa einen Verkaufsrückgang von 5,5 % ein.