ERCI verliert erstes Finalspiel „dahoam“

Ingolstadt (intv) Nach der knappe 4:2-Auswärtsniederlage beim Finalauftakt musste sich der ERC Ingolstadt am Freitag-Abend auch beim ersten „Finale dahoam“ den Kölner Haien mit 1:3 (1:2/o:0/0:1) geschlagen gegen. In der Serie Best-of-Seven geht die Mannschaft von Uwe Krupp somit mit 2:0 in Führung.

Dabei erwischten die Ingolstädter vor mit 4 815 Zuschauern restlos ausverkauftem Haus den klar besseren Start. Bereits nach 128 Sekunden erzielte Derek Hahn per Abstauber die Führung für die Mannschaft von Niklas Sundblad. Hahn nur neun Tage nach seiner Gehirnerschütterung im fünften Halbfinal-Spiel gegen Hamburg mit einem Comeback nach Maß. Und wie schon in Köln von Beginn an ein extrem temporeiches Spiel mit Chancen auf beiden Seiten – und dem Quentschen mehr Glück auf Seiten des Vizemeisters. Nach einem Bully im Ingolstädter Verteidigungsdrittel schlenzt Kölns Urgestein Mirko Lüdemann die Scheibe aufs lange Eck und vom rechten Pfosten springt die Scheibe unhaltbar für Timo Pielmeier hinter die Linie – der durchaus etwas glückliche Ausgleich für den Hauptrunden-Fünften (8.).

Auch danach ein offener Schlagabtausch, doch wieder die Gäste mit Fortuna auf ihrer Seite. Daniel Tjärnqvist will die Scheibe vors Tor schlenzen, doch auch die landet wohl noch leicht abgefälscht im langen Eck – 1:2 für Köln (16.), fast eine Kopie des Ausgleichstreffers. Kurz vor der Drittelsirene verpasste es Aushilfsverteidiger Tyler Bouck einen Alleingang per Tor zu krönen – der beste Torwart der Playoffs, Danny aus den Birken rettet den Vorsprung in die Kabine.

Im zweiten Drittel die Ingolstädter um eine sofortige Antwort bemüht, doch sowohl der beste Playoff-Torschütze Travis Turnbull (28.), Patrick Hager mit schöner Einzelleistung (30.) als auch Ziga Jeglic freistehend vor Danny aus den Birken (37.) ohne Glück im Abschluss. Im Schlussabschnitt die Haie nur noch auf Ergebnisverwalten bedacht, beide Mannschaften musste auch dem höllischen Anfangstempo Tribut zollen. Trauriger Höhepunkt auf Ingolstädter Seite: bei einem harten Check von Marcel Müller bekommt Jakub Ficenec den eigenen Schläger ins Gesicht und muss mit Verdacht auf Gehirnerschütterung vom Eis getragen werden. Den sportlichen Schlusspunkt setzen erneut die Gäste. Chris Minard macht 16 Sekunden vor Schluss per empty-net-goal den 1:3-Endstand und damit den sechsten Kölner Sieg in Folge perfekt.

In der Serie führen die Haie mit 2:0, in den nächsten Spielen am Ostermontag in Köln (14:30 Uhr) und gleich am Tag darauf in der Saturn-Arena um 19:30 Uhr liegt der Druck nun ganz auf Seiten der Sundblad-Truppe.