ERCI erzwingt Entscheidungsspiel ums Viertelfinale

Ingolstadt (intv) Die Playoff-Hoffnung stirbt zuletzt. Der ERC Ingolstadt hat am Mittwoch-Abend mit einem eindrucksvollen 4:1 (2:1/1:0/1:0)-Erfolg gegen die Eisbären Berlin das entscheidende dritte Duell um den Einzug ins Viertelfinale erzwungen.

Allein der Glaube daran fehlte sogar im eigenen Fan-Lager. Nur enttäuschende 2 880 Zuschauer fanden den Weg zum zweiten Spiel der Pre-Playoffs. Zu mager die bisherige Playoff-Bilanz gegen Berlin (drei Mal hatte man bisher gegen den Rekordmeister nicht den Hauch einer Chance), zu schlecht die bisher gezeigten Offensivleistungen (der viertschwächste Angriff der Liga erzielte in den letzten vier Spielen nur einen einzigen Treffer) und zu angespannt das Verhältnis der Pantherfans zur Mannschaft (negativer Höhepunkt: der Fanboykott nach dem desaströsen 1:3 gegen Schlusslicht Düsseldorf im Jubiläumsspiel).

Nach dem knappen 1:0-Sieg im ersten Aufeinandertreffen hatte der Titelverteidiger aus Berlin seinen ersten Matchball und spätestens nach 17 Minuten wurden wohl selbst von den optimistischten Panther-Fans endgültig keine Wetten mehr auf den ERC abgegeben – Mads Christensen erzielte für bis dato sehr verhaltene Eisbären völlig aus dem Nichts die 1:0- Führung.

Doch wer dachte, die Mannschaft von Niklas Sundblad würde nun in ihre Bestandteile auseinanderfallen, der wurde eines besseren belehrt. Der ERCI kam von Anfang an besser ins  Spiel, war bissiger in den Zweikämpfen und hatte auch die besseren Offensivaktionen – und das wurde keine zwei Minuten nach dem Rückstand auch belohnt.

Berlins Nationalkeeper Rob Zepp ließ einen Schuss jenseits der blauen Linie unglücklich nach vorne abprallen, Thomas Greilinger reagierte blitzschnell und bediente direkt den mitdenkenden Ziga Jeglic – 1:1 für die Panther. Und das war mehr als nur ein Befreiungsschlag. Die Panther nun wie ausgewechselt und nur 32 Sekunden später mit dem zweiten Streich. Der aufopferungsvoll kämpfende Travis Turnbull eroberte hinter dem Zepp-Tor die Scheibe und sein kongenialer Sturmpartner John Laliberte vollstreckte per Bauerntrick – 2:1 für Ingolstadt und das auch hochverdient. Berlin nun völlig von der Rolle. Die Eisbären viel zu verhalten, ja fast schon lethargisch in den Zweikämpfen und diesen Schalter konnte die Mannschaft von Jeff Tomlinson auch im Mittelabschnitt nicht mehr umlegen – ganz im Gegenteil.

Gerade einmal 30 Sekunden gespielt – schon hieß es 3:1. Michel Periard nutzt gleich die erste Chance nach Wiederbeginn – die Eisbären in Schockstarre und die Hausherren nun endgültig auf der Siegerstraße. Selbst fünf Unterzahlsituationen wurden schadlos überstanden, Timo Pielmeier im ERC-Tor erneut der sichere Rückhalt und in einem weitestgehend ungefährdeten Schlussdrittel belohnte sich Travis Turnbull acht Sekunden vor Spielende per Empty Net Goal mit dem 4:1-Endstand.

Damit gleichen die Panther in der Best-of-Three-Serie aus, die Entscheidung, wer ins Playoff-Viertelfinale einzieht, fällt nun am Freitag ab 19:30 Uhr in Berlin.